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25 Kilo zunehmen – so geht’s

25 Kilo zunehmen – so geht’s

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25 Kilo zunehmen – leicht gemacht!

Der Schock ist überwunden, die Zahlen der Waage sind wieder rückläufig und unsere Veranstaltungsreihe für unsere Mitglieder läuft auf Hochtouren. Ich möchte für meine Blogleser und auch für meine Mitglieder, die die Sendung verpasst haben, locker und geschmeidig ein paar kleine Anmerkungen im Blog geben, wo meine Fehler lagen – damit ihr sie vermeiden könnt. Der Artikel ist lang, am Ende findet ihr die diversen Bücher, die ich in den letzten Wochen verschlungen habe, um die “Wissenslücke” über Fett werden um Abnehmen aufzufüllen. Da ich kein Fernsehen gucke, spare ich ja täglich ne Menge Zeit, die ich mit Recherchieren verbringen kann.

1. Ein Blick ganz an den Anfang

Als ich 2007 mit meinem Feldzug gegen das Fett begann, startete ich mit gepflegtem Lowcarb. Also der richtigen Hardcore Variante, viel Fleisch, viel Fisch, viel Gemüse in Form grüner Blätter. Keine Milch, keine Ausnahmetage mit “normalen Süßigkeiten”. Ich hab die erste Zeit gerne Lowcarb Süßigkeiten gegessen, besonders gern die Woodies und die Praline Creme Schokolade. Ich informierte mich weiter und drehte dann langsam meine Ernährung mehr in Richtung LOGI Ernährung, die mehr Gemüse enthielt. Aus dieser Grundrichtung entstand in Kombination mit Anleihen aus noch ein paar anderen Diätrichtungen dann mein Flatrate Diet System.

Ich habe immer gedacht, das Abnehmen funktioniert, weil ich Kalorien eingespart und mich mehr bewegt habe. So wurde es uns allen Jahrzehnte lang erzählt. Iss weniger, beweg Dich mehr! als ultimative “Lösung” gegen Übergewicht, die gleich noch eine völlige Abgabe der Verantwortung zum Beispiel er sogenannten Ernährungsexperten für die Dickleibigkeit der Menschen in sich trägt. Selbst wenn sich Dicksein als Epidemie ausbreitet, wird nicht die Grundempfehlung hinterfragt, die etwa seit 1960 durch die Welt geistert – nein – es wird ganz klar den Dicken dieser Welt zu Schuld zugeschoben.

2. Grundsätzliches

Und ich habe diese “Schuld” 2007 ganz klar angenommen und akzeptiert, ohne sie tatsächlich zu hinterfragen. Das Problem an den Gesetzen der Thermodynamik ist ihre Logik auf den ersten Blick. Natürlich klingt es logisch, dass man fett wird, weil man mehr Energie zuführt, als verbraucht wird. Mir ist mein ganzes Leben lang nicht aufgefallen, dass diese Aussage eine reine Beobachtung ist und keinen Informationswert enthält, der beim Abnehmen hilft. Es sagt nämlich noch lange nichts über die Ursache. Gary Taubes gibt da einen prima Vergleich: nehmen wir statt des Körpers mal einen Raum als Beispiel. Stellen wir uns einmal vor, dass in diesen Raum immer mehr Menschen (aka Fettzellen) hinein kommen. Wenn ich Dich dann frage “Warum sind so viele Menschen hier drin” – und die Antwort bekomme “Weil mehr reingegangen sind, als wieder raus!” Dann werde ich mich wohl nur als ganz dummer Mensch mit dieser Antwort zufrieden geben. Schließlich ist es das Offensichtliche, das dort angesprochen wird. “Aber warum verdammt kommen die Menschen (Fettzellen) alle hier rein und verlassen den Raum nicht wieder?” Also beispielsweise im Beispiel des Raums: spannender Redner im Raum, gemeiner Türsteher draußen, der einen rein – aber nicht mehr raus lässt etc.

Die eigentliche “Schuld” am Dickwerden sieht Gary Taubes in der (Fehl)Regulation des Fettgewebes selbst, was gesteuert wird durch mächtige Hormone wie beispielsweise Insulin, Glucagon aber auch Östrogen, Testosteron – es wird gesteuert durch diverse Enzymaktivitäten, die bis heute nicht richtig erforscht sind, weil die Meinung “Dicke sind dick weil die zu viel fressen und faul sind” – und zu einem erheblichen Anteil durch genetische Veranlagung. Ganz bekannt ist das beispielsweise in der Tierzucht – Gary Taubes spricht da als Beispiel unterschiedlich genutzte Rinder an. Während Rinder, die für die Milchproduktion gezüchtet werden, schlank bis knochig aber mit sehr großem Euter heranwachsen – werden kräftige Rassen mit viel Muskel- und Fettanteil für die Fleischproduktion gezüchtet. Während die Milchrinder all ihr Fett in die Milchproduktion stecken (genetisch gesteuert), stecken Fleischrinder diese in ihren Aufbau von Muskulatur und Fett. Das Kalorienbilanzmodell wird hier auch aus allen Fugen gerissen, denn bei gleicher Zufuhr von Futter würden diese zwei Rinderrassen dennoch unterschiedlichen Körperbau mit mehr – oder weniger Fettmasse, mehr – bzw. weniger Muskelmasse und einem größeren oder kleineren Euter haben.

Natürlich werden Menschen nicht gezüchtet, Gene werden aber trotzdem weiter gegeben. D.h. beispielsweise, dass die Steuerung des Fettgewebes bei Person A eine komplett andere sein wird, wie bei Person B. Bei gleichen Bedingungen kann Person A schlank bleiben, während Person B dick wird. Gary Taubes zeigt, wie stark der genetische Faktor ist – eineiige Zwillinge geben da einen gut vergleichbaren Anhaltspunkt. Gleiche Fettverteilungsmuster, sogar annähernd gleiches Gewicht sind zu beobachten – sogar im späteren Leben, wenn die Zwillinge längst nicht mehr unter einem Dach leben und quasi bis auf die letzte Kalorie oder bis auf die letzte Bewegung eine vergleichbare Kalorienbilanz haben.

Abnehmen – und Zunehmen habe ich also bisher zu “flach” betrachtet. Es geht nicht um irgendeine Kalorienbilanz, ich habe NIE abgenommen, weil ich weniger gegessen habe, als ich verbrauchte. Ich habe abgenommen, weil irgendwas, von dem, was ich tat, die Steuerung meines Fettgewebes normalisiert hatte.

3. Was hat die Steuerung meines Fettgewebes normalisiert?

Diesen Punkt halte ich ohne große wissenschaftliche Beweise und verweise dabei auf Peter Mersch. Ich empfehle das Buch allen, die wie ich gerne die genauen biologischen Wirkmechanismen verstehen möchten.

Die Jahre, in denen ich immer fetter geworden bin und sehr träge war, waren abgesehen von einer Menge an gegessenem “Mist” viel näher an der Empfehlung der DGE als es Lowcarb bisher ist. Ich habe meine Hauptkalorien als 260 kg Geschoss immer durch Kohlenhydrate gedeckt. Ich war geschüttelt von extremem Heißhunger und hatte schnell Leistungstiefs, wenn ich mal nicht pünktlich zum Essen kam. Kurz gesagt: mein Körper war komplett festgenagelter “Zuckerverbrenner”. Falls ihr schon mal Lowcarb gemacht habt, und von Leuten folgenden Satz gehört habt: “Das Gehirn braucht Glucose (Zucker)” dann kennt ihr den Grundgedanken. Das Gehirn eines “Zuckerverbrenners” braucht tatsächlich Zucker, und es ist egoistisch. Wenn also all der Zucker (aus Brot, Nudeln, Brötchen, Süßem…) zum Beispiel vom Frühstück aufgebraucht war, dann ging schon bald das “Suchen” nach Essen los. Das Gehirn hat Energiemangel und deshalb bekam ich Leistungstiefs und Heißhunger.

Erst wenn man das Gehirn ein paar Tage oder Wochen von der Kohlenhydratzufuhr abschneidet, erinnert es sich daran, dass Zuckerverbrennung weder der “Originalzustand” für die menschliche Energiegewinnung ist noch der “Optimalzustand”. Ein strenger Kohlenhydratentzug über einen Zeitraum von ein paar Wochen lernt dem Gehirn und mit ihm allen anderen Körperteilen wieder, dass der Mensch als Fettverbrenner gebaut ist. Er wird schon so geboren: Säuglinge kommen auf die Welt mit einem Stoffwechsel, der genau so funktioniert. Wenn Kohlenhydrate lange genug ein Mangelzustand sind, stellt sich die Ketose ein. Viele Menschen informieren sich nicht genau und verwechseln eine Ketose mit der Ketoazidose eines Diabetikers. Ketose ist der primäre Stoffwechselzustand des Menschen ab “Werk” , deshalb werden auch Säuglinge geboren im Zustand der Ketose. Dort würden sie auch bleiben, wenn ein paar Schwachsinnige sich nicht überlegt hätten, das man ab dem 6. Monat mal mit breiartiger Beikost in Form von Getreide anfangen sollte. Das heißt schon so früh in unserem Leben wird unser primärer Stoffwechselzustand – kaputt gemacht und einzementiert, in dem es dann Brei, Brei und nochmal Brei gibt. Noch dazu aus Getreide – während die zur Getreideverdauung notwendige alpha amylase (ein Enzym) erst ab dem 12.-18. Lebensmonat entwickelt ist. D.h. es wird empfohlen, uns im Babyzustand schon etwas zu füttern, für das wir weder “designed” sind – und wir sind auch nicht in der Lage, das Zeug vernünftig zu verdauen.

Je nach dem, welche genetische Vorraussetzung also da ist (in meiner Familie beispielsweise ist Übergewicht, Diabetes, hormonabhängige Krebserkrankungen, Autoimmunstörungen), kann man als “Zwerg” sich recht zügig auf die Umweltbedingungen anpassen – oder – eben nicht. D.h. man ist dann ein dickes Kind, wird ein dicker Erwachsener – und während der Zeit versucht man ständig, auf die ganze “Iss Vollkornnudeln mit Tomatensoße” , “Bloß kein Fett” Therorie zu hören, von der man glaubt, sie sei wahr, weil Ärzte, offizielle Ernährungsexperten etc. sagen, es wäre prima. Auch heute noch werden 55% Kohlenhydrate empfohlen. D.h. es wird jeder zwangsläufig zum Zuckerverbrenner gemacht, was in Abhängigkeit der familiären Vorraussetzungen dann mehr oder weniger dramatisch auf Gesundheit und Gewicht wirkt.

Ganz am Anfang in 2007 gab es für mich strenges Lowcarb – und erst durch diese Unterbrechung über längere Zeit, wurde mein Gehirn von seiner Zuckersucht befreit. Bitte denke bei Zuckersucht daran: ob nun langkettige oder kurzkettige Kohlenhydrate, Weißmehl, Vollkorn oder eben reiner Zucker, Honig, Glucose-Fruktose-Sirup: das ist alles “die gleiche Scheiße”. Vollkorn und gesunde Ernährung haben nichts miteinander zu tun außer eben der Behauptung, dass es so wäre. (Buchempfehlung Wheat Belly / bzw. Weizenwampe – gibts jetzt auch auf Deutsch, Übersetzung soll ok sein)

Ich habe das erst dank Peter Marschs Buch verstanden, dass ich vorher quasi “am Netz” hing und ständig wieder aufgeladen werden musste, weil mein Gehirn das ganze abgelagerte Fett nicht nutzen wollte zur Energiegewinnung, während ich ja auf dem Vorrat für nun ja, wohl ein halbes Leben von Energie saß. Durch die Umstellung auf Ketose für einige Wochen hat mein gehirn wieder gelernt, mit den Ketonkörpern zu arbeiten genauso wie meine anderen Organe. Das erklärt mir auch im Nachhinein, warum ich bei allen Fastenaktionen, Hardecore Events etc. die wir Abnehmengel schon zusammen durchgestanden hatten, eigentlich nie mehr wieder typische “Zuckerverbrenner” Symptome hatte wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Schwäche o.Ä.

Und das, obwohl ich nach ein paar Wochen LOGI als Orientierung genommen habe, d.h. ich habe mehr buntes Gemüse erlaubt, ab und zu am Schlemmtag dann Brötchen, Nudeln etc. gegessen, was ich in der ersten zeit gar nicht mehr gemacht hatte.

4. Was hat die Regelung des Fettgewebes gestört

Hier schließt sich nun der Kreis: in meinem Fall hat die Einnahme von Psychopharmaka seit Juli 2012 (hochdosiert ab Januar 2013) und eines starken Entzündungshemmers hat meine hormonelle Regulation des Fettgewebes kaputt gemacht, so dass ich – ohne es zu wissen – wieder in den alten Stoffwechselzustand gefallen sein muss. Trotz einer normalen Ernährung (mit negativer Bilanz) habe ich unendlich schnell zugelegt. Es wird schon einiges Wasser sein, schließlich passen meine Sachen noch – nur halt eben etwas “eng”. Aber es ist auch ordentlich Fett dazu gekommen, das merke ich besonders am Bauch, an den Schultern, dem Kinn und den Oberschenkeln. Ich hatte in meiner Ernährung noch etwas verändert, was ich heute durch verschiedene Bücher , die ich gelesen habe, als Fehler erachte:

ich habe meine Ernährung etwa Mai 2012 auf mehr Rohkost umgestellt und nur noch sehr wenig Fleisch gegessen (keine Wurst, 1x Fleisch 250 g). Dadurch habe ich viele Defizite in meinen Vitaminspeichern gehabt, Eisen war runter, fast alle B Vitamine waren runter, Vitamin D war runter – und all diese Vitamine gibt es, abgesehen von Vitamin D, in einer für den Körper verwertbaren Form nicht in Pflanzen. Das pflanzliche Eisen kann kaum verwertet werden. Zudem habe ich durch diesen Fleisch-Eier etc. Verzicht quasi 4 Tage in der Woche nur von Gemüse und Obst gelebt. Man sieht es meiner Haut und meinem Aussehen an – die Gesundheit geht damit bei mir einfach bergab. Essen ist etwas sehr individuelles, ich möchte nicht behaupten, dass das jedem so gehen muss. Nur 4 Tage bloß Gemüse hieß vor allem, 4 Tage die meisten Kalorien durch Kohlenhydrate aufgenommen. Mein Gewicht stagnierte ja seit August, das hat mich nicht weiter gestört, ich war auf Zielgewicht vor Haut-OP. Ich habe nun verstanden, dass ich durch diesen Ernährungsfehler die Depression ausgelöst habe (zusätzliche Leseempfehlung dazu – abgesehen von Gary Taubes Werk ) und so die Behandlung mit einem Medikament typisch schulmedizinisch war aber unheimlich an der Ursache vorbei.

Übersetzt heißt das: zuerst habe ich einen auf Halbvegetarier gemacht, was mir persönlich scheinbar nicht bekommt. Dadurch wurde meine Gesundheit verschlechtert (das “Fettwerden” begann langsam. Nach Gary Taubes eben mit der Antriebslosigkeit um Energie zu sparen, weil ich ja zum “zuviel essen” zu diszipliniert war). Ich habe dann Hilfe gesucht und ein Medikament bekommen. Das hat nur anfänglich ein wenig gewirkt und dann wurde die Situation schlechter, der Heißhunger tauchte hin und wieder auf. Da ihm nicht stattgegeben wurde (das geht prima, in dem man eben keine Schoki und Eiscreme da hat!) wurde ich noch antriebsloser. Über Weihnachten wurde das durch meine übliche Sündenzeit zum Fest verschlimmert, weil damit mein “Fatburning Beast” ganz abgelöst wurde. Ich war im Januar so extrem antriebslos, dass ich mich richtig zum Gassi zwingen musste und was wurde gemacht? Medikament auf Höchstdosis hochgesetzt um zu gucken, ob es hilft. Half nicht. Stattdessen wurde meine Muskelkraft schwächer und ich bekam diese Herz-Sache, von der ich mittlerweile nicht mehr glaube, dass es eine Entzündung war (vergl. Peter Merschs “Expensive tissue hypothesis” ) und bekam – tatdaaa – das nächste Medikament gegen die nächste ernährungsbedingt entwickelte Störung. Byebye irgendein Stoffwechsel, im Grunde lag alles in tiefer Depression – und ich habe es einfach nicht richtig eingeschätzt.

Ich dachte, ich mache das, was ich immer mache. Mein Kohlenhydratwert schwankte in der Woche zwischen 60 und 130 g am Tag, lag also Paleo technisch im ok Bereich. Fettanteil wie in Perfect Health Diet. Für ein “Fatburning Beast” ist das natürlich ein Optimalbereich, für einen Zuckerverbrenner mit Insulinresistenz macht das schlicht und einfach fett. Und je mehr ich dabei gelaufen bin, desto fetter einerseits und kränker andererseits hat mich das gemacht.

5. Jetzt ist Schluss

Als ich die enorme Zunahme bemerkt hatte, habe ich angefangen nach Gründen für diesen unwahrscheinlichen “Problemfall” zu finden. Jetzt wisst ihr, wie ich 25 Kilo zugenommen habe. Zuerst habe ich meinen Körper durch die quasi vegetarische Ernährung mit Nähstoffen ausgehungert – dann habe ich die Symptome schulmedizinisch behandelt – damit habe ich mir langfristig wieder den Zuckerstoffwechsel so fest einbetoniert, dass mein Körper auf Fett speichern, statt auf Fett verbrennen eignestellt blieb – das führte zu Muskel- und Bindegewebsauflösung – die Symptome wurden schulmedizinisch behandelt – das toppte die ganze Sache noch mit extremer Wassereinlagerung und einem quasi “toten” Stoffwechsel.

Die Notbremse: einfach von vorn anfangen. Zurück in die sichere ketogene Phase. Das habe ich angestellt, in dem ich auf Basis von clean eating / whole 30 solange nach dem IM Prinzip gefastet habe, bis die Ketosesticks (Urintest Streifen zum nachweis von ketose, gibt es hier) zunächst lila waren und dann immer heller wurden bis sie keine größere Menge an Ketonen im Urin mehr nachweisen konnten. Das ging bei mir recht schnell, scheinbar haben sich Hirn und Organe doch noch erinnert, wie das mit der Ketolyse noch mal ging. Mittwoch angefangen (gut ich hab geschummelt, habe morgens direkt eine intensive Trainingseinheit gemacht und die Glycogen Speicher leer gepowert) und Sonntag waren keine Ketonkörper mehr nachzuweisen. Die ersten Tage IM Fasting war ich bei 10-12 g nettocarbs am Tag, jetzt bleibe ich unter 30 für weitere drei Wochen. Die Urinstreifen nutze ich zur Kontrolle weiter – allerdings bis jetzt immer noch negativ. Ich esse jetzt eine deutlich höhere Kalorienmenge, zwischen 2500-3000 kcal am Tag, um meinen Körper mit Nährstoffen wieder gut zu versorgen. Was ich esse – siehe clean eating + Rohmilch in kleinen Mengen. Ich verfolge mein übliches Sportprogramm, fühle mich wieder richtig energiegeladen und habe in wenigen Tagen schon 6 Kilo weg. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass das so schnell weiter geht – aber Hauptsache die Richtung stimmt.

6. Was sich jetzt also wirklich geändert hat

– die Art, wie ich Übergewicht sehe : es ist kein persönliches Defizit, was durch zu viel essen oder zu wenig Sport verursacht wird
– im 14 Wochen Programm wird auf Sicht der Teil mit dem “Kalorienzählen für ne Woche” rausfallen
– es wird unterschiedliche Empfehlungen für Gentypen geben

Wir essen allerdings weiterhin ungefähr gleich, nur die Reaktion bei Neustart, Wiedereinstieg nach längerer Pause oder die Reaktion auf (notwenige) medikamentöse Behandlungen wird sich verändern. Für unsere Mitglieder heißt das aufatmen: hier wurde nicht das Rad neu erfunden. Vielmehr wurde das grundlegende Verständnis verändert, warum wir wirklich dick sind – und das erleichtert vor allem viele Dinge innerhalb der Diät. Ich habe diese Woche drei weitere Infoveranstaltungen für Euch, bei denen ihr Mitglieder mehr erfahrt.


Für Nicht-Mitglieder gibts hier eine Menge Leseempfehlungen zu den Dingen, die ich die letzten Wochen gelesen habe.

Die “unbedingt Lesen” Bücher habe ich mit ** gekennzeichnet. Wenn es eine Übersetzung gibt, die ich finden konnte, habe ich Euch auch das deutsche Buch verlinkt. Leider ist vieles der neuen wissenschaftlichen Informationen noch nicht auf deutsch erhältlich.

Hormon Regulation:
Empfehlung 1 (deutsch)
Empfehlung 2 (englisch, sehr viel ausführlicher)**

Allgemeine Hintergründe
Empfehlung 1 (englisch)**
Empfehlung 2 (deutsch)**
Empfehlung 3 (englisch; gute Ergänzung wenn man es wissenschaftlich genau mag wie ich)
Empfehlung 4 (englisch; sehr gut um das Original von clean eating zu lernen)
Empfehlung 5 (deutsch) **

Spezifische Informationen zu Nahrungsmitteln / Ernährungsmethode/ Gesundheit
Empfehlung 1 (englisch) auch in Deutsch erhältlich
Empfehlung 2 (englisch)**
Empfehlung 3 (englisch) **
Empfehlung 4 (englisch)
Empfehlung 5 englisch (** wenn Du regelmäßig Medikamente einnimmst)
Empfehlung 5 (** wenn Du Depression, AD(H)S etc. hast)

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24 Comments

  1. Renate

    Hi Anne, vielen Dank für diese interessanten Informationen. Ich habe Why we get fat und Wie Übergewicht entsteht quasi am WE verschlungen. Besonders Why we get fat fand ich sehr gut geschrieben und megainteressant. Das andere ist als Ergänzung gut (wie Du ja schon mal angemerkt hast), es vertieft das Thema “Glukoseabhängigkeit” des Gehirns ganz gut. Die Übersicht der verschiedenen Diäten fand ich auch interessant, vor allem, weil sie unter einem anderen Licht betrachtet werden als sonst.

    Antworten
  2. Nadine Brinkmann

    Super Zusammenfassung! Why we get fat habe ich bereits durch, jetzt werde ich das über die Hormone lesen und bin schon total gespannt.

    Antworten
    • Anne

      Das deutsche oder das englische? das englische find ich etwas dröger aber informativer bzgl der therapeutischen Maßnahmen 🙂

      Antworten
  3. Cornelia Schäfer

    Hallo Anne,
    vielen Dank, dass Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt. So langsam beginne ich einiges zu verstehen. Ich bin nicht stark übergewichtig, aber meine Figur ist aus den Fugen geraten, Oberkörper Kleidergröße 34/36 und Unterkörper eher 42/44, dass macht mich irre. Klamottenkauf endet regelmäßig im Nervenzusammenbruch. Ich versuche es schon so lange in den Griff zu bekommen. Seit einiger Zeit habe ich kein gutes Gefühl mehr mit meiner Pille (Diane), und mich nun entschieden diese abzusetzen. Ich werde mir das Buch von Platt besorgen und mal nachlesen. Schildrüsenuntersuchung hab ich im Juni, mal sehen meine ganze Familie hat die Schildrüse raus und nimmt Tabletten. Ich war immerschon ein absoluter Getreidejunkie, Kuchen, Brötchen, Nudeln. Jetzt weiß ich nicht so recht was ich mit meiner Ernährung anfangen soll, ich verstehe noch nicht so ganz wie ich meinen Fettstoffwechsel umstellen kann? Also Kohlenhydrate aus allem was ich esse, Gemüse, Obst etc. einfach mal über den Tag aufrechnen? Ist das ein Fixwert oder eben Dein persönlicher Versuch und anhand der Ketosticks funktioniert es mit dem Maß an Kohlenhydraten, was für mich heißt einfach ausprobieren? Hast Du ein Buchtipp für mich als Vegetarier, ich finde Fleisch so ecklig, Eier und Milchprodukte sind jetzt auch nicht der Hit, aber lieber esse ich die und noch Fisch, aber kein Fleisch? Ich bin bißchen verwirrt und weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, hast Du einen Tip für mich, wie ich mich systematisch an das Thema rantasten kann?
    Vielen Dank und liebe Grüße Cornelia

    Antworten
    • Anne

      Huhu Cornelia,

      ich persönlich mag Fleisch sehr gern und kenne mich deshalb nicht so mega gut mit Büchern zu vegetarischem Essen aus. Ich habe einige Bücher zu roh-vegan weil neben Fleisch und Eiern und wenig Rohmilch mein Essen vor allem roh vegan ist.

      Der Wert von etwa 30g/Kohlenhydrate am Tag entspricht dem einer anabolen Diät (Fettverlust bei Muskelerhalt/Aufbau) und er funktioniert bei mir zuverlässig, damit ich in den Fettstoffwechsel komme. Es gibt auch Menschen, bei denen klappt es schon bei 45g sauber die Ketonkörper nachzuweisen – und natürlich auch welche, die mit 15-20g am Tag schon Schwierigkeiten bekommen.

      Ich finde die allerwichtigste Erkenntnis ist wohl, dass wir uns vor allem auf unseren Körper verlassen müssen und selbst an einen Optimalwert und auch an eine Optimalernährung herantasten müssen.

      Ich finde das Buch von Peter Mersch, was ich empfohlen habe, gibt gute Informationen, wie man den Stoffwechsel wieder ins “Rennen” bringt, mit eigentlich egal welchem Ernährungskonzept (nun gut, mit täglich 55% Kohlenhydrate bei ausreichender Kalorienversorgung funktioniert das nicht…). Ich will damit nur sagen, Fleisch oder nicht Fleisch hat damit nichts zu tun.

      Viele liebe Grüße
      Anne

      Antworten
      • Cornelia Schäfer

        Hallo liebe Anne,

        vielen Dank für Deine Antwort, hat mir sehr geholfen. Manchmal hole ich mir zuviel Input, was mich dann völlig verwirrt und ich garnichtmehr weiß, was ist den nun richtig und gesund.

        Eigentlich teile ich Deine Einstellung, dass jeder ganz selsibel auf seinen Körper hören sollte und sein persönliches Konzept finden muss und dabei bestimmten Wegweisern folgen kann. Mich haut es nur immer total aus der Bahn, wenn ich ein Buch oder Bericht lese, der so überzeugend klingt, z.B. Milch super mega gesund, wirste schlank von, weil Enzym xy schließt alle Fettzellen auf usw… Da fehlt mir noch die Kompetenz zwischen einem seriösen und gesponsorten Buch bzw. Studie zu unterscheiden.

        Ich besorge mir mal die Ketosticks in der Apotheke und werde es mal mit CE30 versuchen und auf meinen Körper hören. Alleine die letzte Woche nachdem ich die Pille abgesetzt habe, war schon der Hammer. Ich reagiere darauf sowohl körperlich als auch emotional sehr stark, zum Glück positiv. Mal sehen wie sich mein Hormonhaushalt einpendelt. Ich bin auch sehr gespannt auf die Schilddrüsenuntersuchung.

        Vielen Dank Anne, Du inspirierst mich, mich mit meinem Körper und meiner Ernährung auseinanderzusetzen und damit vielleicht auch einmal, wenn es soweit ist, mein Kind ordentlich zu versorgen und nicht mit all diesen extra Portionen Milch vollzustopfen.

        Liebe Grüße

        Cornelia

        Antworten
    • Anne

      Huhu Cornelia,

      ich persönlich mag Fleisch sehr gern und kenne mich deshalb nicht so mega gut mit Büchern zu vegetarischem Essen aus. Ich habe einige Bücher zu roh-vegan weil neben Fleisch und Eiern und wenig Rohmilch mein Essen vor allem roh vegan ist.

      Der Wert von etwa 30g/Kohlenhydrate am Tag entspricht dem einer anabolen Diät (Fettverlust bei Muskelerhalt/Aufbau) und er funktioniert bei mir zuverlässig, damit ich in den Fettstoffwechsel komme. Es gibt auch Menschen, bei denen klappt es schon bei 45g sauber die Ketonkörper nachzuweisen – und natürlich auch welche, die mit 15-20g am Tag schon Schwierigkeiten bekommen.

      Ich finde die allerwichtigste Erkenntnis ist wohl, dass wir uns vor allem auf unseren Körper verlassen müssen und selbst an einen Optimalwert und auch an eine Optimalernährung herantasten müssen.

      Ich finde das Buch von Peter Mersch, was ich empfohlen habe, gibt gute Informationen, wie man den Stoffwechsel wieder ins “Rennen” bringt, mit eigentlich egal welchem Ernährungskonzept (nun gut, mit täglich 55% Kohlenhydrate bei ausreichender Kalorienversorgung funktioniert das nicht…). Ich will damit nur sagen, Fleisch oder nicht Fleisch hat damit nichts zu tun.

      Viele liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  4. Brighid

    Beim Stöbern nach mehr Hinweisen zu der “Weizenwampe” bin ich auf diese “Fachkritik” gestoßen http://www.gmf-info.de/fachkritik-weizenwampe.pdf
    Dort wird von Frau Professor Dr. Julie Jones von der St. Catherine University (St. Paul/USA) aus fachwissenschaft-licher Sicht die Behauptungen von Davis und die Leitthesen seines Buchs anhand der amerikanischen Originalausgabe kritisch hinterfragt und analysiert.

    Wessen Ausarbeitung ist denn nun “glaubwürdiger”, wer kann hierzu etwas sagen? Meine englisch Kenntnisse sind leider sehr begrenzt und reichen für solche komplexen Themen nicht aus, um diese Bücher/Texte im Original zu lesen.

    Antworten
    • Anne

      Hallo Brighid,

      Wheat Belly gibt es auch auf Deutsch. Ich habe es eigentlich gelesen, nachdem ich auf Getreide schon länger verzichtet habe aus diversen Gründen. Ich habe Whole30 (wir nennen das clean eating) gemacht und da verzichtet man auf alle großen Allergene für 30 Tage: Milch, Getreide, Hülsenfrüchte, jegliche Zusatzstoffe, verarbeitete Produkte. Man ernährt sich da ausschließlich von Gemüse, regionalem Obst, Fleisch, Eiern und Fisch. Es war erstaunlich, wie viele meiner gesundheitlichen Zipperlein sich in Luft auflösten. Danach habe ich langsam und einzeln wieder die einzelnen Lebensmittelgruppen hinzu genommen. Milch (in Form von Rohmilch oder selbst fermentierem Joghurt aus Rohmilch sowie Käse) haben keine Probleme gemacht (“tote” Tütenmilch aus dem Laden dagegen erzeugt bei mir Heißhunger…), Getreide habe ich danach ausprobiert und das ist mit Abstand die intensivste Erkenntnis: es verursacht nicht nur, dass ich Hunger davon bekommen sondern es verursachte die Rückkehr meiner Arthroseschmerzen im Knie. Ich kann des jetzt richtig beobachten: normalerweise esse ich kein Getreide. Ich bin aber nicht “militant” d.h. angenommen ich bin irgendwo eingeladen und dann gibt es da mal ein Brötchen, Nudeln oder Gebäck aus Getreide, dann stell ich mich nicht an und ess es halt. Man will ja auch nicht immer diskutieren.

      Ich kann die Uhr danach stellen, dass ich danach immer wieder kämpfen muss einerseits damit, mich an gesunde Ernährung (nach Steinzeit Manier) zu halten und vor allem tut mir je nach verzehrter Menge mein Knie ein bisschen oder richtig doll weh.

      Die Schlussfolgerung: es ist gar nicht so wichtig, wen man “glaubwürdiger” findet. Viel wesentlicher ist es, so viel zu lesen und zu vergleichen wie es geht und sensibel auszuprobieren, was man selbst verträgt oder nicht.

      Es gibt viele Dinge, in denen ich mit “Weizenwampe” auch nicht übereinstimme, ebenso wie es in fast allen meiner gelesenen Bücher Dinge gibt, die ich entweder für falsch oder zumindest für “nicht allgemein die Wahrheit” halte. Der wichtigste Schlüssel bietet da die Erkenntnis, dass wir alle anders sind, wir haben andere genetische Vorraussetzungen und unsere Genetik reagiert am stärksten auf die Umweltbedingungen. Der eine mag Getreide gut vertragen, der nächste nicht.

      Und ich bin ganz sicher, dass es vielen geht wie mir: sie wissen gar nicht, dass sie beispielsweise auf Tütenmilch oder Getreide reagieren. Das kann man nur durch eine “saubere” allergenarme Ernährung über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen heraus finden.

      Vor dem 30 Tage Experiment habe ich immer gedacht, ich habe dann und wann Heißhunger weil das eben so ist, gerade als “Dicker” – ich habe das für eine psychische Schwäche gehalten. So eine Art Kontrollverlust. Jetzt weiß ich, ich habe keine psychischen Probleme sondern das Essen , auf das ich nicht angepasst bin, verändert die hormonelle Steuerung in meinem Körper und macht mich krank.

      Getreide haben weit größeres “Schadenspotential” als das, was der Autor beschrieben hat – dennoch erweitert das Buch das (Nach)Denken über das Thema und ergänzt interessante Informationen.

      Antworten
      • Cornelia Schäfer

        Hallo Anne,

        die Geschichte mit dem Getreide kann ich bestätigen. Meine Mutter hat Athrose in der Schulter, ziemlich heftige Schmerzen. Ich habe sie in den letzten zwei Monaten mit der Ernährung umgestellt, kein Getreide, außer 2-3 mal in der Woche etwas Keimbrot. Keine tierischen Fette, auch keine Milchprodukte und kein Zucker. Was genau es nun war keine Ahnung, aber ihr geht es so viel besser. Waren jetzt für ein paar Tage zu Besuch bei der Verwandschaft und sie hat sich nicht dran gehalten, zur Feier Weinchen, schön Kuchen und so und nach den vier Tagen gehts ihr nicht gut. Sie ist und war schlank, also das ist nicht das Thema, aber das Wohlbefinden leidet tierisch.
        Lieben Gruß

        Conny

        Antworten
  5. Susanne_Norwood@gmx.de

    Hallo Anne,
    Danke für deine Ausführungen. Ich habe mit dem einem essplan
    der OA 45 kg abgenommen und konnte zuschauen wie es wieder Anstieg bis auf 8kg jetzt bin ich wieder am Anfang.
    Ich fühle mich als Versagerin aber dank deiner Geschichte bekomme ich wieder Mut. Danke für deine Tipps.
    Gruß
    Susanne

    Antworten
    • Anne

      Hallo liebe Susanne,

      hab Mut, die Sache wieder anzugehen. Ich weiß nicht genau, was OA ist, aber eins weiß ich genau: wenn Du Dich nach den Tipps in den Büchern und im Artikel orientierst und Dir was eigenes zusammen stellst, dann schaffst Du die zugenommenen Kilos wieder weg.

      Viele liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  6. Verena

    Interessanter Artikel!
    Besonders spannend ist für mich mal wieder, wie verschieden Körper reagieren. Ich esse nun seit 3 Jahren keinerlei Fleisch und auch keinen Fisch mehr (bin ovo-lacto Vegetarierin, wobei ich eher Milchprodukte als Eier konsumiere (mag letztere einfach weniger gern)).
    Bisher ist dabei weder ein Eisen-, noch irgendein anderer Mangel bei rumgekommen (Lasse mich regelmäßig beim Arzt checken). Und mir geht es deutlich besser als zuvor.
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Anne

      Ich finde es auch die interessanteste Entdeckung überhaupt, wie klar unterschiedlich wir als Menschen auf unsere Ernährung reagieren. Deshalb finde ich es auch so wichtig, dass jeder Mensch sehr aktiv selbst an seinem Ernährungsplan arbeitet und sich quasi “Watte” in die Ohren stopft in Bezug auf Allgemeinempfehlungen. Eine gute Gesundheit beweist es – und eben auch die Tatsache, dass sie auf die unterschiedlichsten Weisen erzeugt (oder zerstört) werden kann.

      Viele liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  7. karo

    Super vielen herzlichen Dank Anne für den Artikel <3
    Nun versteh ich auch meinen Stoffwechsel besser.. ich ernähre mich schon ca. 2 Wochen Low-Carb und bin sogar morgens um 6 hellwach 😀 und das OHNE KAFFEE!!

    Ich bin Vegetarierin und meine Blutwerte sind top. Dass der Körper jedoch Eisen und Vitamin B nicht aus pflanzlicher Nahrung gewinnen kann, höre ich jedoch zum ersten Mal :S klar, anteilsmäßig nicht so viel wie Fleisch, aber dennoch … Oder ist das alles wieder Unfug?

    B12 ist ein Vitamimangel bei Veganern, das sie durch zusätzliche Präparate oder Sojamilch mit B12 ergänzen.

    Leider gibt es kaum Low-Carb-Diäten für Vegetarier, jedoch lebe ich nun nach der 17-Tage Diät und ersetze Fleisch durch Tofu. Es funktioniert und schmeckt und ich denke, dass das die richtige Voraussetzung ist für eine dauerhafte Ernährungsumstellung 🙂

    Du bist die Beste <3

    Grüsse Karo

    Antworten
    • Anne

      Eisen aus Pflanzen kann auch aufgenommen werden, es muss immer mit ausreichend Vitamin C verzehrt werden – es ist aber immer noch nicht das selbe “körperidentische” Eisen, das aus tierischen Quellen kommt. Ich habe dazu die Vermutung, dass es genetische Vorraussetzungen gibt, die die Resorption von pflanzlichem Eisen unterstützen oder eben nicht, je nach dem was die lange Reihe der persönlichen Vorfahren so zum Überleben hatte.

      Der Körper kann auch B Vitamine aus Pflanzen nehmen, das ist nur im Verhältnis zu wenig drin. Da Du als Vegetarierin wahrscheinlich Eier isst, kannst Du das für Dich abhaken, auf Lowcarb gibt’s sicher genug Ei und damit auch genug B inkl. B12.

      Das Fehlen von LC Diäten für Vegetarier liegt wohl daran, dass es mehr Arbeit und Planung Bedarf und auch kaum jemand öffentlich empfehlen wird, regelmäßig größere Mengen an Tofu/Soja zu verzehren. Wie die Asiaten in sparsamer Menge als Gewürz oder Beilage zum Fleisch ist es vielleicht sogar nützlich, in größeren Mengen Problematisch für den Hormonhaushalt. Soja enthält pflanzliches Östrogen – wer würde sich z.B. Täglich Hormontabletten reinziehen? Recht ähnlich ist die Sachlage übrigens bei Discounter/ Fabrikfleisch. Die Tiere werden mit Hilfe von Hormonen schnell schlachtreif gemacht. Wenn man das kauft, kriegt man die volle Ladung mit ab. deshalb ist es so wichtig, dass man auch als Fleischfresser genau guckt, wo man kauft. Ich kaufe beim Erzeuger vor Ort, Weidetierfleisch aus sehr kleiner Produktion, die Tiere werden mehr als doppelt so alt und werden nicht mit minderwertigem Mastfutter aus Getreide und Soja ernährt sondern stehen den Sommer über draußen und kriegen im Winter Stroh und Silage.

      Fleisch interessiert Dich sicher nicht, ich wollte das der Vollständigkeit ergänzen, dass nicht nur Soja eine wahre Hormonbombe ist sondern auch Fleisch aus Discounterproduktion.

      Ich finde es prima, dass Du gut zurecht kommst und hoffe sehr, dass Du den Tofu Konsum nicht übertreiben musst (ich mach mir da immer so Sorgen wegen) , viele liebe Grüße, Anne

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  8. Schäfer

    Hallo Anne und Blogleser,

    ich hab nochmal ne Frage. Ich hab mir das Buch von Peter Mersch durchgelesen, fand ich klasse. Dann hab ich ne Woche < 30g KH/Tag, viel Fett und den Rest Eiweiß gegessen, hat körperlich Erfolg gezeigt, 4 Kilo sind weg, durch jahrelange Pilleneinnahme (Hormonbombe) war sicherlich einiges an Wassereinlagerung, gut wenn davon was weg ist. Soweit so gut, so zu essen ist wirklich hardcore für mich als Vegetarierin, ständig Eier und Fisch, uff. Ich liebe Gemüse und mag auch wenigstens eine Portion Obst am Tag, deshalb habe ich mir gedacht ich mache im Wechsel weiter, also einen Tag < 30 KH und den anderen für die nächsten Wochen < 70 KH.

    So, jetzt die Frage, wie schaffe ich es nur soviel Fett in mich reinzukriegen. Ich habe schon Vollfettmilch, obwohl mir Hafermilch oder Reismilch lieber ist, aber die haben zuviel KH. Dann bade ich meine Eier soweit es geht in Butter und versuche überall Kokosfett reinzumachen. Wie gesagt Fisch und Eier. Ich finde es aber nicht so lecker, jeden Tag Rührei mit 50g Butter. Holst Du/ihr dein Fett über das Fleisch rein? Gibt es nur die Möglichkeit Eier, Butter, Kokosfett, Avocado, Fisch und in Maßen guten Käse? Ich muss mich an gute Milchprodukte halten, da Soja für mich ein Ausnahmefall ist, einmal im Monat ne Portion lecker Räuchertofu. Außerdem verwende ich KH armes Whey Protein für meinen Eiweißbedarf, da merke ich richtig wie es meinem Körper gut tut.

    Hast Du oder jemand der mitliest nen Tip wie ich schnell meine Nährwerte am Tag checken kann. Ich bin hier ständig am rechnen und Tabelle und jede Nuss abwiegen, um rauszufinden, ob mein Verhältnis Fett 60%, Eiweiß 35% und KH 5% hinhaut, dass macht mich kirre. Ich habe schon zu kämpfen nicht unterkalorisch zu essen.

    Soviele Fragen, vielleicht mag ein Mitleser ja antworten oder mir mal nen Hinweis geben, wo ich mich online austauschen kann, bin da nicht so aktiv und ist alles manchmal etwas undurchsichtig, war Zufall, dass ich den Artikel hier gefunden habe.

    Liebe Grüße
    Cornelia

    Antworten
  9. Karin

    Hallo Anne!
    Ich hätte da 2 Fragen:
    1. die Sache mit der Ketose: Bedeutet das, dass nach der Umstellung auf Fettstoffwechsel Ketonen nachweisbar sind (violett) und das dann wieder weg geht? Wie weiß ich dann, ob ich dann immer noch in Ketose bin oder nicht, wenn es nachher wieder beige anzeigt?
    2. Sind in dein Faltrate Diet EBook die neuen Erkenntnisse schon eingebaut, oder sollte man mit dem Kauf warten? Ich würde es gerne kaufen, aber ich hätte dann natürlich auch gerne die neuesten Empfehlungen bzgl. Essen und so. Schließlich hast du ja einiges herausgefunden, das die Diät sicher beeinflußt bzw. mit dem man sie perfektionieren kann.

    Vielen lieben Dank!
    LG
    Karin

    Antworten
  10. Sus

    Vielen lieben Dank! Ich bin hier über das YouTube Video gelandet und mit sind die Schuppen von den Augen gefallen! Ich war mein ganzes Leben dick (Schwester auch) obwohl meine Eltern beides sportliche, schlanke Menschen sind. Meine Mutter war ziemlich verzweifelt, sie hat uns eine Diät nach der andern aufgezwungen (immer wenig Fett, viel Vollkorn, wenig tierisches Eiweiß) und nichts hat langfristig funktioniert.

    Ich lebe mittlerweile ziemlich lange von zu Hause weg und obwohl ich mich viel gesünder (viel Obst Gemüse, fettarm) als so manche Mitbewohner ernähre und mich auch mehr bewege, bin ich immer noch dick. Als mich meine Therapeutin fragte, ob ich schlechte Gefühle mit Essen kompensiere, habe ich mich eine Weile beobachtet und konnte das dann verneinen, ich esse eher nichts, wenn es mir schlecht geht. Sie hat mich angeschaut wie einen Alkoholikerin, die ihr sagte, sie hätte kein Alkoholproblem. Dann hat sie mich gefragt, ob ich mit meinem Übergewicht meine Eltern bestrafen wollte. Ich hab da ernsthaft drüber nachgedacht, aber nachdem ich mein ganzes Leben lang verzweifelt versucht habe abzunehmen (Jojoeffekt inklusive) um meinen Eltern zu gefallen, fand ich die Idee ziemlich unwahrscheinlich.

    Weil es in der Familie meines Vaters einige Fälle an Diabetes gibt und ich eine Cousine in diesem Familienzweig habe, die auch dick ist (betrifft anscheinend nur Frauen, ihr Bruder, wie mein Vater ist ziemlich schlank), denke ich, dass ich total die Zuckerverbrennerin bin. Ich bekomme regelrecht Depressionen, wenn ich länger nichts esse.

    Jetzt habe ich mich letzte Woche also bei dir im Programm angemeldet und schon einmal angefangen auf Getreide, Reis, Kartoffeln etc. zu verzichten und heute habe ich beim Einkaufen mal keine Milch mitgenommen. Der Verzicht auf Käse und Quark fällt mir allerdings schon ein bisschen schwer, aber das schaffe ich bestimmt auch noch. Ich werde mir auf jeden Fall noch das Buch von Gary Taubes und von Peter Mersch kaufen.

    Also ich wollte mich nur nochmal herzlich bei dir bedanken!

    Liebe Grüße,
    Susanne

    Antworten
  11. Goldi

    Liebe Anne, ich habe jetzt nicht alles verfolgt, was Du schon alles gelesen hast und was für Lesetipps es hier schon gegeben hat, deshalb hier mein Tipp, falls Du es noch nicht kennst oder empfohlen bekommen hast: Was die Seele essen will: Die Mood Cure http://amzn.to/13YuGjt und Neue Chancen – Gesünder mit Mikronährstoffen http://amzn.to/136xStf

    Diese Bücher ergänzen die von Dir gelesenen und empfohlenen sehr gut.

    Beste Grüße und ganz herzlichen Dank für Deine inspirierenden Videos,

    Goldi 🙂

    Antworten
  12. Marion

    Hallo Anne,

    vielen Dank für deinen sehr interessanten Beitrag. Deine Erklärungen haben mir sehr gut geholfen zu verstehen wieso ich Heißhungerattacken bekomme.. Ich werde mir jetzt auch einige der Bücher beschaffen, die du empfohlen hast, um mich noch mehr mit dem Thema auseinander zu setzen. Auch die “Lowcrab Diät” wäre mal eine gute Alternative für mich. Dein Artikel hat mein Interesse gegenüber dem Stoffwechsel geweckt.
    Liebe Grüße Marion

    Antworten
  13. Henry

    Jop, wie Anne finde ich auch, der Ernährungsplan fehlt/bleibt unerwähnt. Der ist natürlich eine wichtige Erfolgsquelle, wenn es um das konsequente und dauerhafte Zunehmen geht.

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Ich bin Anne Engel aka Bella Lamour. Ich blogge und youtube über das Abnehmen, Beauty und Bücher. 2007 habe ich mehr als 260 Kilo gewogen und habe mich seit damals mehr als halbiert! Im Netz teile ich meine Erfahrungen und versuche, anderen Abnehmverrückten bei ihrem Weg zu helfen. Unter dem Pseudonym Bella Lamour veröffentliche ich spannende und erotische Romane, die sich häufig unter den Amazon Bestsellern tummeln.

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