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Schneller zum Fettverbrenner – die besten Tipps, um schnell in Ketose zum kommen

Schneller zum Fettverbrenner – die besten Tipps, um schnell in Ketose zum kommen

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Schneller zum Fettverbrenner werden – wie geht das? Schnell Fett verbrennen, schnell Bauchfett abnehmen usw. Diese Fragen höre ich sehr häufig. Kurz zur Definition: wenn ich hier von Fettverbrenner spreche, dann meine ich damit Menschen, die ihren Stoffwechsel umgestellt haben von der Hauptenergie durch Kohlenhydrate hin zur Hauptenergie durch Fettverbrennung. Das bedeutet, dieser Artikel richtet sich auch ausschließlich an Menschen, die ein “fatburning beast” werden wollen (oder sind), also ein “fettverbrennendes Biest” wie Marc Sisson (Primal Blueprint) es nennt. In diesem Artikel reiße ich auch ein Fragenthema an, dass viele beschäftigt: ist Lowfat (wenig Fett) als Variante zum Abnehmen und auch das Thema Cholesterinwerte bei Lowcarb wird angekratzt.

Das Wörtchen “schneller” kommt häufig in Euren Anfragen vor, ich werde es hier heute etwas anders auslegen und zwar meint “schneller” hier bei mir eigentlich “schmerzloser”. Der große Wunsch nach einer Beschleunigung ist meiner Meinung nach seltener motiviert dadurch, dass man so schnell wie möglich abnehmen möchte sondern dreht sich viel mehr darum, durch die ersten Tage und ggf. Wochen der Umstellung von einer kohlenhydratreichen Ernährung hin zu einer echten Lowcarb Ernährung mit weniger “Entzugserscheinungen” zu kommen. Das ganz schnelle Abnehmen ohne Rücksicht auf gesundheitliche Kosten oder die Chance, den Gewichtsverlust zu halten, kommt gelegentlich vor – jedoch werde ich dieses Thema hier ignorieren weil wir eine Gemeinschaft von Menschen sind, die ernsthaft und dauerhaft an einer Verbesserung unseres Lebens arbeiten und nicht an einer Last Minute Bikini Figur für den Urlaub, in dem wir dank all inclusive dann sowiso die 3 abgenommenen Kilos von vorher binnen zwei Wochen doppelt wieder drauf haben.

 

Wenn Du Deine Nase mal über den Tellerrand aus dem Fenster steckst, siehst Du Dinge, die Du vielleicht nicht erwartet hast

Wenn Du Deine Nase mal über den Tellerrand aus dem Fenster steckst, siehst Du Dinge, die Du vielleicht nicht erwartet hast

Kein Einstieg als “fatburning beast” mit LOGI oder Glyx

Bei sanften Lowcarb Richtungen wie LOGI der Glyx ist diese Umstellung meist kaum spürbar – auch deshalb weil sie gerade bei Menschen mit deutlichem Übergewicht (und damit mit Leptin- und Insulinresistenz) überhaupt gar nicht erst stattfindet. Deshalb sind die Abnehmerfolge bei einem Start mit diesen Konzepten schlechter, als beim Start mit einem ernsthaften Lowcarb, wo dann zu Logi gewechselt wird, sobald man Fettverbrenner ist. Die “echten” Lowcarb Varianten werden oft nach ein paar Tagen abgebrochen, weil sich der Fettverbrenner in Spe vorher nicht genau informiert hat, was in der Umstellungsphase auf ihn zu kommt.

Einiges zur Umstellung

Wenn Dir der Begriff “Atkins Grippe” nichts sagt, frag mal google danach. Beim Wechsel auf eine Lowcarb Ernährung unter 50 g Kohlenhydrate am Tag muss der Körper sich erst Mal umstellen von der Energiegewinnung durch verzehrte Kohlenhydrate hin zu der Energiegewinnung durch Fette. Wie lange das dauert ist individuell verschieden und hängt von vielen Faktoren ab – der Körper muss ja nicht nur wieder lernen, seinen primären Stoffwechselzustand “Fettverbrennung” zu aktivieren sondern auch Verdauungsenzyme produzieren, die vorher nur in kleinen Mengen notwendig waren (Lipase) und andere Enzyme , die er bisher reichlich produziert hat (alpha amylase zum Beispiel) stattdessen weniger zu bauen. Der Körper muss wieder lernen, mit Ketonkörpern zu funktionieren. (Ketonkörper Definition) Sogar das Gehirn lernt mit etwas Zeit, komplett mit Ketonkörpern wunderbar zu funktionieren.

Die Lüge: das Gehirn braucht Kohlenhydrate

Hier ist eine typische Lüge entlarvt: das Gehirn braucht Kohlenhydrate zum funktionieren. Manche Ernährungsexperten gehen geradezu obsessiv mit dieser Idee um – doch Fakt ist: Kohlenhydrate im Essen sind kein Muss! Unser Körper ist auf die Zufuhr von außen nicht angewiesen und zu behaupten, dass Gehirn bräuchte unbedingt Kohlenhydrate in der Nahrung ist vergleichbar mit der Behauptung, der Junky braucht seinen Stoff. Natürlich tut er das, solange er süchtig ist. Dann kommt der Entzug und wenn er in der Zeit wirklich clean bleibt, dann ist die Sucht bald besiegt und der Junky kommt ohne Stoff klar. Hier findet sich auch die Erklärung für viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt: “Kohlenhydratjunkys” brauchen immer wieder Nachschub von “außen” weil das Gehirn Kohlenhydratsüchtig ist. Die Empfehlung, 5-7 Mal am Tag zu essen, ist also etwa so brillant wie einem Drogensüchtigen zu raten, immer wieder kleine Dosen des Rauschmittels einzuwerfen, damit er bloß keinen Entzug kriegt.

So, jetzt haben wir ein paar Basics geklärt und nun gehts an die Tipps, wie der “Entzug” am leichtesten überstanden wird. Viele Menschen haben in den ersten Tagen der Umstellung Probleme mit dem Kreislauf, fühlen sich schwach, haben (Heiß)Hunger, können sich kaum zu irgendwas aufraffen – manche haben starke Konzentrationsschwierigkeiten, werden agressiv. Es kann zu Schlafproblemen kommen, zu Kopfschmerzen, Übelkeit.

Warum sollte man sich die Umstellung “antun”?

Wer sich jetzt fragt, warum man sich das antun sollte – oder denkt, wenn der Körper so reagiert, muss es ja gesundheitlich schlecht sein, der sollte noch mal den Abschnitt darüber durchlesen. Stichwort: Junky. Soll ein Junky weiter abhängig bleiben, nur weil er Entzug bekommt? Ist etwas “gut und gesund” nur weil das Weglassen für eine kurze Zeit zu Entzugserscheinungen führt?

Der wichtigste Tipp Nr. 1 ist also, sich im Klaren darüber zu sein, dass diese Phase bald vorbei ist. Selten dauern die Symptome länger als 3 Tage an, wenn streng auf die Kohlenhydrate verzichtet wird. Schummeln ist immer blöd – da Betrug am eigenen Erfolg – in der Umstellungsphase führt Schummeln oder auch unbeabsichtigtes Erhöhen der Kohlenhydratmenge am Tag durch den unbewussten Verzehr von zu vielen Carbs dazu, dass die Umstellung nicht stattfindet und man weiter im “off” hängen bleibt. Wer also nach 7 Tagen immer noch wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängt und keine Verbesserung gemerkt hat, sollte

– kritisch seine Kohlenhydratzufuhr überprüfen und ggf. korregieren
– Wenn die Carbs eingehalten wurden, diese nach unten korregieren wenn nötig (bei wenigen Menschen klappt die Umstellung erst bei 10-15 g Carbs am Tag)

Weitere Empfehlungen

Kein Schummeln
a.) Bewusstest Schummeln oder Schlemmtage etc. haben in den ersten 4-6 Wochen mindestens keinen Platz. Sorry. Alkohol ist auch absolut tabu, das schreib ich mal dazu, weil er kein Kohlenhydrat ist, aber ebenfalls die Ketose unterbricht

Keine Versehen
b.) Überprüfe bei allen Lebensmitteln das Etikett mit der angegeben Menge Kohlenhydrate. Da bei einer gesunden Ernährung die meisten Lebensmittel kein Etikett haben, weil sie frisch sind, ziehe eine Nährwertabelle zu Rate. Keine Panik: nach ein paar Tagen weißt Du ohnehin, was Du essen kannst! Das Nachgucken ist nur am Anfang nötig.

Einstieg mit 20 g Kohlenhydrate am Tag
c.) Zum Einstieg empfehle ich, 20 g Kohlenhydrate am Tag nicht zu überschreiten (damit schaffen es die meisten unserer Mädels in die Fettverbrennung) und die Menge der Kohlenhydrate etwa gleich auf die Mahlzeiten zu verteilen. Wenn Du ganz neu in der Lowcarb Richtung bist, solltest Du Deinen Erfolg mit Ketostix überprüfen . (Die “Originalen” sind DIESE, ich kauf neuerdings DIESE weil die kaum teurer sind aber dafür doppelt so viele in der Packung haben. Die Stix kann man mit einer scharfen Schere halbieren, so dass es die Anzahl noch mal verdoppelt :)) Wer schon länger Lowcarb unterwegs ist, sollte die Ketone im Blut messen lassen, da sich diese nach einer Weile selten oder auch gar nicht im Urin nachweisen lassen (voll angepasste Fettverbrenner scheiden die Ketone seltener aus und vor allem wenn, dann in einer chemisch anderen Form, die der Teststreifen nicht nachweisen kann). (Das Messgerät für Ketone im Blut kann man auch kaufen , ist gar nicht so teuer HIER und die Teststreifen HIER)

Diese Lebensmittel meiden
d.) Verzichte in der Umstellungsphase auf Eiweißshakes, Milchprodukte (außer Butter und kleine Mengen vollfetter Sahne 35% Fett und Käse sofern Verträglichkeit gegeben), magere Fleischstücke (Hühnchenbrust ohne Haut z.B.) . Die Eiweißlieferanten sollten alle einen guten Fettanteil haben – oder mit fettreichen Soßen, Bacon etc. ergänzt werden. Eiweißkonzentrate und fettarme Eiweißlieferanten heben den Insulinspiegel stärker an, was nicht erwünscht ist und das Risiko birgt, dass der Körper statt auf Fettverbrennung auf einen anderen Prozess umstellt, den wir unbedingt vermeiden wollen: der Körper baut aus Eiweißen aus der Nahrung aber auch aus körpereigenen Eiweißen (Muskulatur, Bindegewebe) selbst Zucker! Damit bleiben wir trotz offensichtlichem Lowcarb im Zuckerstoffwechsel. Das passiert insbesondere Neueinsteigern, die noch sehr auf der Lowfat Welle reiten.

Eine Erfahrung aus dem Feedback der vielen Youtubezuschauer und Abnehmengel Mitglieder sind folgende Dinge bemerkenswert:

– Süßstoffe unterschiedlicher Art bewirken bei einigen von uns das Beenden /Verhindern der Ketose.
– Whey Shakes erhöhen den Blutzuckerspiegel bei einigen von uns nennenswert (trotz lowcarb)
– Viel Milch und Joghurt sowie Quark auf dem Speiseplan verhindert bzw. behindert die Umstellung
– Die Skala der Umstellung stabiler Ketose liegt bei den meisten von uns *leider* unter 30 g / Tag. Nur wenige bleiben bei mehr Carbs in Ketose. Wenige von uns benötigen für Erfolge weniger als 20 g Carbs am Tag. Daher ist der Empfehlungswert 20 g basierend auf unseren Beobachtungen an vielen Menschen mit mittlerem bis hohem Übergewicht.
– MCT Öl als reines Produkt fördert die Ketose stärker als Kokosöl. Sogar Menschen mit eingefahrenem Fettstoffwechsel, die sonst Ketone nur im Blut nachweisen können, haben dann Ketonkörper im Urin. Das Produkt empfinde ich daher als “Must have” für Einsteiger in “Eile” (Siehe mein Bericht im Blog darüber) trotz jahrelanger Skepsis.

– Käse bzw. das enthaltene Casein (Milcheiweiß) behindert bei besonders insulinresistenten Menschen die Abnahme / stabile Ketose

Gemüse und Obst

Als Gemüse solltest Du Dich streng an Gemüsesorten halten, die über der Erde wachsen und grünblätterig sind. Spinat, Rucola, Feldsalat, Kresse, Chia Pflänzchen etc. kann in großen Mengen gegessen werden ohne viele Kohlenhydrate zu bringen. Der komplette Verzicht auf Gemüse ist für die ersten Tage der Umstellung sicher auch möglich. Mir gefällt dann der Anblick des Essens nicht, deshalb wäre das für mich nicht sehr schön 🙂 Obst mit Ausnahme von Avocado sollte die ersten Wochen nicht auf dem Teller landen und später zuckerarme Sorten (vorrangig Beeren) gewählt werden und jeweils mit viel Fett verzehrt werden.

Ein paar (mehr) Worte und Gedanken zu Lowfat

Dazu nur ein paar Worte: Lowfat mag für Menschen mit guter Insulinempfindlichkeit okay sein, d.h. um ein paar Kilos loszuwerden wenn man ohnehin ehr “schlank” ist. Auch für Menschen mit familiärer Hypercholesterinämie ist Lowfat möglicherweise die sichere Alternative, laut Dr. Lustig sind aber nur 1% der Menschen von dieser echten genetischen Form der Blutfettstörung betroffen, also gilt das für 99% der Menschen nicht. Beschäftigt man sich eingehend mit der Fett-Cholesterin Hypothese stellt man auch fest, dass diese etwa genau so gut gesichert ist, wie die Sichtung von grünhäutigen Marsmännchen in Area 51. Nur das die wirtschaftlichen und politischen Interessen an der Fett-Cholesterin Hypothese wesentlich größer sind, ich sag nur cholesterinsenkende Margarine, Pflanzenfettindustrie, ganz wichtig natürlich Cholesterinsenker der Pharmaindustrie, pflanzlicher Sahneersatz, haufenweiser fettarmer Produkte (die scheiße schmecken und deshalb Zucker und Geschmacksverstärker zugesetzt bekommen) etc. Die Marsmännchen haben n bisschen wirtschaftliches Kapital für Merchandis und feakige Conventions. .

Richtig dicke Brummer brauchen “mehr” Fett

Für die richtig dicken Brummer wie ich es einmal war (260 kg) gilt dies ganz besonders, allerdings schon “ab” 25 Kilo Übergewicht (also gilts für mich auch immer noch!) Menschen mit großem Übergewicht müssen sich mit Lowfat halb verhungern, um abzunehmen – und oft gelingt selbst das dann nicht oder nur schleppend.

Wenn Du also deutlich zu dick bist, dann komm über “Lowfat” hinweg – es wird immer dargestellt, als wäre Lowfat erwiesen und die natürliche Ernährung für ein gesundes Leben, weniger Herz Kreislauferkrankungen und die geringere Neigung zu Übergewicht, Diabtes und Co. Lowfat als Gedanke existiert erst seit irgendwann um 1950 und wenn man mal guckt, was erreicht wurde (ein Anstieg in allen Krankheiten, mehr Übergewichtige denn je, mehr Diabetes denn je) sieht man, wie viel uns die 50 Jahre Lowfat gebracht haben: nichts. Stellt man sich dann noch kritisch die Frage, wie es eigentlich kommt , dass in öffentlichen Ernährungsempfehlungen zwischen 40-und 55% der täglichen Kalorien aus billig produzierten (weltweit überproduzierten) Kohlenhydraten empfohlen wird, also gerade dem Produkt, was seit Ancel Keys beweist, wie sehr uns der Überschuss krank macht – aber eben auch dem Produkt, dass aus politischen Gründen sanktioniert wird und sich gleichzeitig in allen möglichen Formen gut und teuer verkaufen und überall rein panschen lässt. Noch ne Frage: die offiziellen Gesundheitsexperten beziehen sich mit ihrer Cholesterin-Theorie immer noch auf die anfänglichen Ergebnisse aus Nagetierstudien von Ancel Keys. Man könnte also meinen, dieser Mann ist “schuld” an der heutigen Missinterpretation – doch warum ist es so, dass ein Jahre späteres Statement von Ancel Keys überhaupt keine Beachtung gefunden hat wo er deutlich sagt, dass seine Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar sind, weil seine Versuchstiere von Natur aus Vegetarier bzw. hauptsächlich Vegetarier seien und somit Null Toleranz auf tierisches Fett haben.

“Zitat von Ancel Keys, gefunden in “Lose weight by eating” von Sten Sture Skaldeman  (HIER)

“There is no relationship whatsover between the cholesterol we eat and the amount of cholesterol level in our blood. We have known this all the time. Only rabbits and chickens need to worry about their intake of cholesterol”

(Übersetzung “Es gibt keine Verbindung egal welcher Art zwischen dem Cholesterin, das wir essen und der Menge an Cholesterin in unserem Blut. Wir haben das die ganze Zeit gewusst. Nur Kaninchen und Hühner müssen sich Sorgen machen über ihre Cholesterinaufnahme”.

Diese Bekanntgabe von Ancel Keys kam zu einer Zeit, als Statine (Cholesterinsenker)das neue Wunderhype Produkt der Pharmaindustrie war, um Cholesterin zu senken und die Produktion von Light Produkten und Fett-Alternativen aus den ekelhaftesten Chemieküchen wie Margarine als “herzgesund” auf dem Markt gelandet waren. Zufall? Beabsichtigtes Wegsehen derer, die für unsere Gesundheitspolitik verantwortlich sind?

Gesundheit oder Politik?

Ist Getreide gesund, oder wird es uns als gesund beschrieben, weil zuviel da ist und irgendein Gipskopf es kaufen muss? Ist Fett ungesund, weil Hühner und Kaninchen es schlecht vertragen? Haben traditionelle Kulturen wie zum Beispiel die Inuit, die hauptsächlich von Fett leben, Cholesterinprobleme? Übergewicht? Diabetes? Krebsfälle? Nein.

Die Empfehlungen , die wir heutzutage bekommen können, sind die von Riesenfirmen, Staatskassen, Politikern. Nicht die von Ärzten oder unvoreingenommenen Wissenschaftlern. Der Rubel muss rollen, und wenn wir dann gleich mit “rollen” dann sind wir Schuld. Zu viel gegessen, zu wenig bewegt. Warum wird die Gegenseite nicht gehört? Warum wurde vergessen, dass es etwa bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts Allgemeinwissen war, dass Brot, Nudeln und Zucker dick machen? Warum wird verschwiegen, dass wir uns Millionen Jahre prima entwickelt haben auf Basis von Fett und Eiweiß mit nur wenigen Kohlenhydraten in Reifezeiten von Obst und Pflanzen. Warum wird das heute totgeschwiegen, als gäbe es nur eine einzige Wahrheit, obwohl die nicht signifikant wissenschaftlich beweisbar ist?

Die Talkshow Lüge

Beispiel: ich sollte zu einer Talkshow kommen. Beim Vorgespräch mit dem Redakteur am Telefon fasste er zusammen, wie ich abgenommen hatte. Oder besser: er fasste zusammen, wie er dachte, dass ich abgenommen hatte. Viel Gemüse, viel Vollkorn, wenig Fleisch. Als ich dann sagte, dass genau das nicht stimmt und dass ich viel Fleisch, Fisch, Eier und viel Gemüse – und viel Fett gegessen habe, bat er mich darum, das im Fernsehen doch etwas anders darzustellen, weil das nicht zur öffentlichen Meinung passt. WTF?????!!?

Tja. Im Endeffekt war ich nicht in der Show weil ich mich sicher nicht in die Glotze setze und zur Volksverdummung beitrage, in dem meine Vorher-Nachher Bilder genutzt werden, um ein “totes Pferd” vorzustellen. Ja, die Standardernährung ist ein totes Pferd. Leider sind wir keine Indianer (Indianische Weisheit: Wer ein totes Pferd reitet, muss absteigen) sondern Bürokraten. Wir erklären einfach das Pferd für nicht tot, oder tote Pferde zum Standard. Wir gründen Arbeitsgruppen zur Widerbelebung toter Pferde oder lassen uns sonstwas einzufallen, nur um unseren eigenen Kadaver nicht vom Buckel des metaphorischen toten Pferdes schlörren zu müssen. Ist doch klar, absteigen, selber laufen, neuen Gaul suchen. Nervig. Also lieber tote Pferde zum Standard erklären und basta.

Iss Fett. Punkt.

d.) Für die Umstellung auf Fettverbrennung ist also ganz klar notwendig, Fett zu konsumieren. Und zwar als Hauptenergielieferant, da ist 70% Fett ein guter Anfang. Man muss seine eigene ideale Schwelle finden, genau wie die Kohlenhydrate und Eiweißmenge, die man braucht. Ich “funktioniere” am besten bei 80% Fett aufwärts im Essen bei etwa 5% Carbs, Rest Eiweiss.. Als Richtwert kann man sagen, je insulinresistenter man ist, desto wichtiger ist ein geringer Kohlenhydratanteil pro Mahlzeit und ein höherer Fettanteil.

Schüchternes Lowfat Gehabe während der Umstellung auf die Fettverbrennung ist dusselig. Damit Dein Körper Fette effektiv nutzen kann, muss sich der Körper umstellen – wie besprochen, er muss zum Beispiel Lipase in ausreichender Menge bilden. Das tut er auf Lowfat nicht. Er muss lernen, aus den Fetten Ketonkörper zu bauen und wiederum diese zu nutzen. Der Glaube, wenn man wenig Fett isst, dann nutzt der Körper das eigene Fett zur Energiegewinnung, funktioniert nur in einem starken Kaloriendefizit (das ist kurzfristig okay, dauerhaft jedoch ruiniert es den Stoffwechsel, frisst überproportional viel lean mass und nebenbei die Stimmung, den Hormonhaushalt – nun ja, einfach alles). Wenn Du jetzt von strengem Lowfat (Highcarb) kommst, dann solltest Du Dich langsam an mehr Fett rantasten (denk dran, Lipase!) damit Du keine Verdauungsprobleme bekommst. MCT Fett aus virginem Kokosöl (ich nehme DIES) oder ein MCT ÖL fördern die Umstellung in die Fettverbrennung.

Menschen mit familiärer Hypercholesterinämie sind von diesem ganzen Artikel ausgenommen, das sei noch Mal ergänzt. Eine mediterran ausgerichtete LOGI Ernährung mit viel hochwertigem Fisch wäre meine Empfehlung, aber ich bin da auch kein Arzt.

Salz macht fit
e.) Salz ist böse für den Blutdruck, wir müssen weniger Salz essen etc. So ein Gequassel kennt man aus der Standardernährung. Für Fettverbrenner gilt das nicht, insbesondere in der Umstellungszeit verliert der Körper wahnsinnig viel Wasser und mit ihm Elektrolyte. Große Teile des Unwohlseins beruhen auf diesen Wasser- und Mineralverlusten. 2 große Gläser Wasser mit 1/2 Teelöffel natürlichem Salz (ohne Rieselhilfe, ohne Zusätze, ungebleicht also natürliches Meersalz oder Steinsalz) , ein Glas morgens eins Mittags hilft gut. Das Essen darf gesalzen werden! Wer mag, kann auch eine starke Brühe mit den Salzen kochen. Am Abend sollten es 400 mg Magnesiumcitrat (nicht oxid!) und Kalium (etwa ähnlich viel) sein. Die Magnesiummenge kann gesteigert werden, beim Kalium ist große Vorsicht geboten und bei dem Wunsch nach einer höheren Dosierung die Nahrungsergänzung mit dem Arzt abzusprechen, nach dem das Blut daraufhin untersucht wurde. Kalium geht viel verloren in der Umstellungszeit, eine Überdosis ist dennoch gefährlich deshalb würde ich nie eine höhere Dosierung auf eigene Faust empfehlen, als die aus einer handelsüblichen Nahrungsergänzung.

Kein Sport für Einsteiger
f.) Sport und anstrengende körperliche oder geistige Aufgaben sollten unterlassen werden in den ersten Tagen der Umstellung. Es ist gut, die Umstellung während des Urlaubs oder einer ruhigen Phase zu machen und sich nichts großes vorzunehmen. Die Energie durch Kohlenhydrate bzw. gespeicherte Kohlenhydrate (Glycogen) geht zuende während die neue Energie über Fett noch nicht voll funktioniert. Du sitzt quasi auf dem Trockenen. Wenn das Deine erste Ernährungsumstellung seit langer Zeit ist und Du vorher nicht regelmäßig Sport gemacht hast, ist das nicht der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden. Regelmäßige Sportler können das nach Gefühl entscheiden. Wer sich heftig zwingen muss zum Sport, sollte es bleiben lassen. Wer Lust hat und keine Probleme sich aufzuraffen, kann loslegen und sollte dabei genau auf den eigenen Körper und die Kraft achten. Erfahrene Sportler können mit einer intensiven Sporteinheit zu Beginn der Umstellung sogar eine schnellere Umstellung begünstigen – dazu ist es jedoch nötig, eine 60-90 minütige starke Anstrengung halten zu können.

Für Sportanfänger eignet sich ein späterer Zeitpunkt zum Start besser, wenn der Körper ganz auf Fettverbrennung umgestellt ist. Die gute Nachricht hierbei: man braucht einfach nur zu warten, bis Lust auf Bewegung natürlich entsteht. Gerade als ganze Dicke haben wir das Gefühl, wir müssten uns zur Bewegung zwingen. Das ist kein charakterliches Problem sondern ein körperlich erklärbares Phänomen, weil die Hormone in unserem Körper unserem Gehirn Quatsch erzählen (sie sagen, wir würden verhungern…) und deshalb wird unser Essdrang gesteigert und der Bewegungsdrang gestoppt. Sobald wir sicher zum Fatburning Beast geworden sind, ist es, als ob sich ein Schleier lüftet und das Leben enthüllt, wie es sein sollte. Wir haben von Natur aus Lust, uns zu bewegen, der Hunger und vor allem die Fresslust verschwindet, wir können plötzlich was auf dem Teller lassen, träumen nicht mehr von Essen oder denken ständig darüber nach, was wir die nächste Mahlzeit essen. Für diesen Zustand ist es die Reise dorthin wert, die kleinen Hürden auf dem Weg, die mit den oben genannten Tipps oft viel kleiner sind, als geglaubt.

Grundsätzlich ist in der Umstellungszeit besonders, aber auch generell, Sport auf leeren Magen nicht empfehlenswert. Dazu mehr lesen bei Dr. Jack Kruse (HIER) , Stichwort Hormonbalance des Hormons Cortisol und die Auswirkungen einer Disbalance. Für einen superfitten Athleten ergibt sich meiner persönlichen Meinung nach glaube ich nicht unbedingt ein Nachteil durch solches Training, für Menschen mit Leptin- und Insulinresistenz, also alle mit erwähnenswertem Übergewicht – sollte das ein No Go sein. Auch Menschen mit der Körperform “Apfel” also einer deutlichen Fettansammlung in der Bauchregion, sollten unbedingt von Sport oder allgemeiner Anstrengung vor dem Frühstück Abstand halten.

 

Wasser, Wasser, Wasser
g.) Wasserverluste sind besprochen, ebenfalls weißt Du, wie Du Elektrolyte auffüllst. Doch auch das Wasser selbst sollte aufgefüllt werden und zwar am besten mit reinem Wasser, am besten mit einer hochwertigen Quelle Mineralwasser (ich bevorzuge Gerolsteiner weil es reich ist an vielen Mineralien, vor allem aber Calcium – und ich verzichte auf Milchprodukte).. Achte darauf, nach jedem Toilettengang mindestens ein großes Glas Wasser zu Dir zu nehmen, trink viel Wasser zwischendurch . Meistens wird das ohnehin durch starken Durst geregelt, der aber bei mangelnden Trinkmöglichkeiten erfahrungsgemäß von einigen ignoriert wird. Deshalb stell übrall Wasser in Sichtweite auf und greif zu. Kaffee und schwarzer Tee sollten vermieden oder zumindest in der kleinst notwendigen Menge getrunken werden während der Umstellung, da der Entwässerungseffekt sonst verstärkt ist. Dr. Michael Eades (Protein Power) empfiehlt auf entkoffeinierten Espresso zu wechseln oder “normalen” Espresso (geringerer Koffeingehalt bei kräftigem Geschmack).

Vitamine…

 

...das kann uns eigentlich nicht passieren, denn wir essen nährstoffreich ohne Aufnahmehemmer aus Vollkorn und Hülsenfrüchten zu verzehren

…das kann uns eigentlich nicht passieren, denn wir essen nährstoffreich ohne Aufnahmehemmer aus Vollkorn und Hülsenfrüchten zu verzehren

h.) Wenn Du die Befürchtung hast, durch die Anfangs strenge Einschränkung beim Gemüse Vitaminmangel zu bekommen, tu Dir keinen Zwang an und hol Dir ein gutes ! und vor allem zuckerfreies Multivitaminpräparat. Ich bin kein Oberfan von Multivitaminen sondern stehe drauf, entweder das Blut zu untersuchen und dann gezielt ggf. eine Nahrungsergänzung zu wählen, falls ich den fehlenden Stoff entweder nicht in meine Ernährung einbauen kann oder ihn beispielweise nicht umwandeln kann (ich hab das mit Folsäure. Eine sogenannte 5-MTHF Umwandlungsstörung d.h. egal wieviel Folsäure ich im Essen habe, es kann nur ganz wenig davon in die aktive Form verwandelt werden und somit muss die Metafolin (DIESE) einnehmen). Diese Info ist besonders dann wichtig, wenn Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Stillzeit besteht weil auch ausreichend Folsäure zu supplementieren da oft einen nicht ausreichenden Effekt haben kann. Die 5 MTHF Störung kommt häufiger bei übergewichtigen Frauen vor, weshalb die Empfehlung da lautet 1000 mg Metafolin + 5mg Folsäure als Supplement.

Ansonsten sehe ich über den CarbManager meine tägliche Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen und die ist auch ohne Supplements in Ordnung! Noch dazu, wo ich weder Vollkorn noch Hülsenfrüchte konsumiere, die die Aufnahme von Mineralstoffen und Vitaminen teilweise halbieren oder sogar fast komplett unterbinden. Die Blutüberprüfung und Haarmineralanalyse sagt also, alles tutti. Aber jeder ist anders – und isst anders 🙂

Dennoch möchte ich da Dr. Eades (The Protein Power Lifeplan) Empfehlung nicht verschweigen: ein gutes Multivitaminpräparat kann nichts schaden. Wenn Du ein gutes Gefühl dadurch hast, immer ran an die Ergänzung, es ist ja nicht als lebenslange Therapie gedacht.

Last but not least: Taubheit entwickeln gegenüber dem “Bullshit der Nation”

Richte Dich drauf ein, dass in einem “ungebildeten” Umfeld – also bei Leuten, die sich nicht weiter informiert haben und nur den Allgemeinscheiß nachplappern – eine Menge an Kritik und oder Bullshit allererster Güte auf Dich einprasseln wird. Von wegen Fett ist böse, Vollkorn muss man zum Leben haben, das Gehirn braucht Kohlenhydrate, Du darfst nicht so viel Cholesterin essen etc. Und wenn Dich dann noch die “Atkins Grippe”bzw. eben die anfängliche Schwäche in der Umstellung trifft, dann mach Dich gefasst darauf, dass Du mitten im tiefen Jammertal des Bullshits angekommen bist.

Ignoriere das dumme Gesülze, es ist sicher gut gemeint – aber hey, scheiß auf gut gemeint. Du willst Dein Leben verändern, Du willst Deine Gesundheit verbessern und wenn der breite Strom des Allgemeinwissens (bzw. “irrtums) jemals etwas gebracht hätte, dann wärst Du nicht hier an diesem Punkt. Fakt ist: die gutgemeinten Labereien musst Du ignorieren, Du musst aufhören zu essen, was andere Leute für Dich für gut halten oder dem Mainstream zu folgen. Ich vermute, dass hast Du genau wie ich den großen Teil Deines Lebens gemacht und wozu hat es geführt? Es hat dazu geführt, dass Du dicker bist als Du willst und noch dazu die Krone der Schande mit Dir herumträgst: “Du frisst zu viel und bist zu faul”. Sobald Du Dich entschieden hast, diese Krone entgültig von Deinem Kopf zu reißen und in den Dreck zu schleudern, wo sie hingehört, wird niemand Dir mehr sagen, dass Kohlenhydrate oh so wichtig sind und Vollkorn und Soja und die ganze scheiße, weil Du von nun an ganz allein entscheidest, was Du isst, wann Du es isst.

Das ist der verdammt beste Moment : wenn man plötzlich spürt, dass alles andere scheißegal wird, weil man nun selbst wirklich das Steuer in die Hand nimmt. Nicht , in dem man versucht, sich etwas herunter zu hungern sondern in dem man endlich mit echtem leckeren Essen auf die Suche geht nach der persönlichen optimalen Ernährungsweise.

Ich hoffe, der lange Beitrag hilft Euch auf dem gar nicht so langen Weg zum Fatburning Beast.

Viele Grüße (und Ketonkörper)

Anne

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34 Comments

  1. Dagmar

    Hallo liebe Anne,
    ich bin dir so dankbar dass du mich auf dieses Thema aufmerksam gemacht hast, lese seit zwei Wochen alles was ich bekommen kann über dieses Thema und es klingt für mich absolut schlüssig.Das beste ist, das mir diese Form der Ernährung supergut schmeckt. Gut, hier und da schleichen sich Fehler ein, da ich ein Käsejunkie bin esse ich auch zuviel davon, aber das werde ich auch noch abschaffen. Schon ein paar Jahre lang denke ich,es muß doch irgend eine Ernährung geben bei der man nicht ständig hungern muß, ich zig Diäten ausprobiert, aber auf Dauer hats eben nicht geholfen. Gut, mit dem MCT-Öl weiß ich noch nicht soviel anzufangen,(habs mir gekauft)aber wie integrieren? Naja finde ich noch heraus!!
    Du gibst mir Hoffnung das alles gut wird, vielen Dank.
    Lieben Gruß
    Dagmar

    Antworten
    • Anne

      Das MCT mache ich 2-3 mal am Tag 2 Teelöffel in warme Getränke, geht aber auch als Salatöl gut 🙂

      Antworten
      • Dagmar

        Haha, habe reichlich MCT in den Kaffee geschüttet, ohne abzumessen…..uh diese Bauchschmerzen möchte ich keinem gönnen, tja selbst Schuld, hätte ja vorher mal Infos einholen können. Man fängt gaaaanz langsam an und zwar genau wie du es beschreibst, teelöffelweise….
        LG Dagmar

        Antworten
    • contschi

      hallo anne

      klasse beschrieben, heute nach einen jahr…quatsch über einen jahr meinen unsere * kohlehydrate junkys * freunde das es ohne nicht geht. humbug … wir sind das lebende beispiel wie es funktionieren sollte…. ich werde deinen bericht sofort teilen.. klasse beschrieben….

      Antworten
  2. Maria

    Hallo,

    wo bekomme ich denn das MCT?? Ist das fest oder flüssig??

    Danke schonmal für die Antwort,

    ganz liebe Grüße
    Maria

    Antworten
    • Anne

      MCT Öl habe ich in einem anderen Artikel in meinem Blog näher beschrieben und meine Erfahrungen damit erläutert liebe Maria. Schau dort ein Mal nach.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  3. Franzi

    Hallo Anne,
    danke für deinen super interessanten Blog 🙂
    Ich kann mir nur nicht wirklich vorstellen, wie das Essen über den Tag verteilt aussieht. Also theoretisch schon, aber praktisch finde ich es ein bisschen schwierig. Wie könnte z.b. das Frühstück aussehen? Eier mit Fett? Die Einschränkungen bei der Gemüseauswahl, bzw. ja auch die geringe Menge an Gemüse nehmen ja schon viel Spielraum weg…
    Liebe Grüße,
    Franzi

    Antworten
    • Anne

      Hallo Franzi,

      leider ist ja unser Ketose-Beispieltag Video dank technischen probs momentan immer noch nicht online – deshalb beschreib ich mal kurz einen typischen möglichen Tag.

      Frühstück: Entweder Reste vom Abendessen (da einfach mehr kochen, morgens aufwärmen oder wenn es schmeckt auch kalt – bei Fleisch etc meist problemlos lecker) oder gebutterte Eier, Rührei mit Speck oder ganz einfach einen großen Butterkaffee (etwa mit 60-80 Gramm Butter, 2 Teelöffeln MCT Öl) das mache ich sehr oft weil es so einfach ist

      Mittagessen: Zum Beispiel Rucolasalat mit Pinienkernen dazu Ribeye Steak mit Kräuterbutter (oder Hähnchenschenkel mit Haut & Buttersoße, Lachsfilet in Hollandaise etc.) . Kantinenessen ist schwierig, zugegeben. Im Restaurant ist meist kein Problem nur das Fleisch zu essen ggf. mit extra Butter und Salat aus grünen Blättern mit Menagerie zum Dressing selber mischen.

      Abendessen: Rahmspinat mit Eiern (oder Fleisch, Fisch etc.) oder Broccoliauflauf mit reichlich Käse überbacken usw.

      Das wars schon, also ist das gar nicht so viel. Wenn ich “faul” bin (und das bin ich oft) dann esse ich nur eine warme Mahlzeit am Tag mit reichlich fettem Fleisch, grünem Gemüse etc. – meist mittags – und genieße morgens einen Butterkaffee und abends dann einen Roibushtee ebenfalls mit Butter und dann statt MCT nehm ich Kokosöl. Das ist nicht jedermanns Sache, rettet mich aber zuverlässig an beschäftigten Tagen vor zweierlei Dingen

      1. Aus Unlust, etwas zu machen, das “Falsche” zu essen
      2. Hungrig oder unzufrieden zu sein – denn unglaublich aber wahr: die “fetten” trinkbaren Ersatzmahlzeiten machen super satt und zufrieden und halten die Ketose auf sehr hohem Niveau.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
      • Franzi

        Hallo Anne,
        vielen Dank für deine ausführliche Antwort (und sorry, für meine verspätete Antwort, hatte ziemlichen Stress und das Thema etwas verdrängt) 🙂
        Ich finde das Ernährungskonzept super interessant… Arg viel abzunehmen hab ich ja nicht (mehr) bei 54 kg auf 1,52, ich finde es aber trotzdem faszinierend, was die Kohlenhydrate und das Fett mit dem Körper anstellen… Wenn ich noch etwas fragen darf: Wenn du dein Zielgewicht erreicht hast, wirst du dich weiter so ernähren? Also ist es auch empfehlenswert für Normalgewichtige?
        Viele liebe Grüße, Franzi

        Antworten
  4. Tanja

    Hallo Anne,

    seit 22 Jahren schleppe ich nun zuviel Gewicht mit mir rum, dabei esse ich weniger als meine Kinder, und koche selbst, ohne Fertigfutter aus der Tüte. Dabei war ich mal schlank. Naja, egal.. ich hab es vor 3 Jahren u. a. mal mit Metabolic Typing versucht. Durfte nur noch ganz wenige Lebensmittel essen. Und habe in 5 Wochen 16 Kilo zugenommen. Von 138 Kilo auf 154.. jetzt sind es 168kg bei 1,78m. Die Beraterin damals meinte, der Körper müsse sich erst umstellen.. klar von fett zu noch fetter.. du kannst dir also meine Angst vorstellen, es wieder mit etwas Neuem zu versuchen.
    Mein Körper ist so dermaßen im Eimer, dass ich am Donnerstag für 3-5 Wochen in Kur fahren werde. Ich hoffe, dass ich da zumindest von der Ausdauer her wieder besser werde, und wenn ich daheim bin, werde ich es mal mit dieser Methode versuchen. Meine Frage nun, in der Umstellungsphase, kommt es da zu einer Gewichtszunahme erst mal, bleibt das Gewicht stehen, oder geht es gleich runter? (gleich = im Laufe der ersten 2 Wochen)..dass wird entgültig der letzte Versuch sein. Wenn dass nichts bringt, kommt die OP.

    Lieben Gruß, Tanja

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    • Anne

      Liebe Tanja,

      Deine Frage ist sehr schwer zu beantworten, denn ich kann Dir ja nur individuell meine Erfahrung mit dieser Methode wiedergeben. Ich habe von Anfang an gemerkt, dass das Gewicht weniger wird. Deine starke Zunahme durch eine Umstellung nach dem metoabolic typing ist erstaunlich (und die Begründung der Beratung unverschämt dämlich! – Wir reden ja nicht über 2 Kilo sondern über 16 Kilo!) . Deine Reaktion auf die Veränderung der Ernährung ist ziemlich stark, ich weiß auch nicht, was genau Deine empfohlenen Lebensmittel waren. Die meisten metabolic balance Menschen, die ich kenne, haben alle eine Art von Lowcarb bekommen mit ein paar kleinen Unterschieden im Detail. Deine große Zunahme kann biochemisch gesehen eigentlich nur davon ausgelöst worden sein, dass die Ernährung Deinen Hormonhaushalt (insb. Insulin, Glucagon, Cortisol, Leptin) stark gestört hat – diese Eigenschaft bringen eigentlich nur viele Kohlenhydrate mit sich oder sehr große Mengen Eiweiß. Das sind aber Mutmaßungen! Was auch immer passiert ist, es macht mich sehr vorsichtig irgendeine Aussage zu treffen. Bei Dir liegt ganz klar irgendwas im argen – deshalb würde ich durchaus zu ketogener Ernährung raten (Ausnahme: starker Testosteronüberschuss) allerdings solltest Du Dich nicht an meinen persönlichen Angaben meiner Tageskalorien orientieren sondern ganz stark die Sättigung beachten. Durch die Umstellung ist die normale Reaktion des Körpers, dass Du schon in den ersten Tagen ein paar Kilo verlierst und danach ist der Gewichtsverlust abhängig davon

      a.) wie empfindlich Dein Körper auf Insulin reagiert und wie viel Eiweiß und Kohlenhydrate Du zu Dir nimmst
      b.) wie viel Stress Du hast und wie gut und lange Du schläfst
      c.) wie diszipliniert (und informiert) Du bist, die ersten 6-8 Wochen ohne jede Ausnahme ob nun mit Absicht oder versehentlich durchzuhalten (im Zweifelfall niemals etwas essen, wenn Du nicht vorher geguckt hast, was wirklich drin ist)

      Ich würde an Deiner Stelle sehr viel Zeit darin investieren, herauszufinden, was biochemisch bei Dir schief läuft, also warum Dein Körper nicht funktioniert, wie er soll um dann die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Eine Adipositas OP hilft in solchen Fällen leider nicht, ich kenne da drei Beispiele von Damen, die nach ihrer OP erst prima abgenommen haben und dann sehr viel wieder zugenommen haben. Denn die OP hat das Problem nicht beseitigt (Leptin-/Insulinresistenz bzw. extreme Östrogendominanz je nach Person) und somit haben die ollen Hormone sich ruck zuck an die extrem eingeschränkte Nahrungszufuhr angepasst und noch Mal den Verbrauch reduziert. Zurück blieben schwer depressive Frauen, die kaum in der Lage waren, überhaupt noch etwas zu machen weil der Körper so stark auf Energieentzug war. Ketogene Ernährung bzw. Logi (auch wieder fallweise verschieden) hat hier geholfen.

      Bei Dir schreibst Du schon, Du isst weniger als Deine Kinder. Was soll die OP für Dich tun? Du hast kein Problem mit zu großen Mengen an essen sondern einen Körper, der nicht tut, was er mit Kalorien tun sollte.

      Ich würde Dir also zum Leptin Reset raten (such danach in meinem Blog) und auch wenn dieser wirklich streng ist, kann er helfen, dass Dein Körper wieder erkennt, dass genug Energie da ist. Dann wird es Dir insgesamt besser gehen, Du hast wieder mehr Power und die Wahrscheinlichkeit, beim Leptin Reset zuzunehmen, ist nicht gegeben, wenn Du Dich streng an die Regeln hältst. So streng sie halt sein mögen – aber sie heilen. Ich habe Anfang des Jahres wegen Cortisolproblemen in 8 Wochen 24 Kilo zugelegt und die sind jetzt fast wieder weg (hab im Mai mit Leptin Reset begonnen). Zum Zeitpunkt Anfang des Jahres habe ich diese Kilos mit täglich rund 1500 kalorien zugenommen, was sauwenig ist für eine Person mit meinem Gewicht und meiner Größe. Jetzt verbraucht mein Körper wieder großzügig, was ich ihm füttere und es verschwindet immer noch das ein oder andere Pfund ohne Mühe.

      Deshalb glaub ich daran, dass das auch bei Dir funktionieren kann. Ich würde es aber wirklich engmaschig überwachen, hab ich bei mir Anfangs auch. Insbesondere die Waage habe ich wöchtentlich besucht, ich habe meinen Blutzucker kontrolliert (insbesondere der Nüchternwert, der sollte unter 88 sein – darüber ist man noch Leptinresistent) . Vor allem habe ich mit dem Maßband kontrolliert.

      Ich wünsche Dir viel Glück, erhol Dich gut in der Kur. Wir lesen uns,
      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
      • Tanja

        Hallo liebe Anne,

        naja.. die OP ist eigentlich auch dazu gedacht, dem ewigen Unglauben der Anderen zum Schweigen zu bringen, neben dem erhofften Abnehmeffekt (Magenbypass war geplant).. du isst zuviel, das Falsche, zu fettig.. zu viel Süßes.. blabla.. nun, das Falsche mag sogar manchmal stimmen.. als alleinerziehende Mutter von 3 Kids ist man halt nicht mit Reichtümern gesegnet, und wenn dann am Monatsende das Geld knapp wird, gibt es eben Nudel mit Ei, Nudeln/Reis mit Bolognaise.. ist nicht gut, aber macht satt.. ich würde bei der von dir empfohlenen Ernährung mir allerdings Unterstützung bei der Familie holen, damit ich dass auch wirklich durchziehen kann..
        Ich hoffe, dass ich hier in ein paar Wochen schreiben kann, dass ich zumindest wieder eine Stunde ohne Schmerzen laufen kann. Und dann kommt der Leptin Reset. 🙂
        btw., bei dem Metabolic Typing hab ich fast nur noch Gemüse und Fleisch gegessen, ich durfte bestimmte Mengen an Thai Reis, Quinoa und noch so ein exotisches Getreide aus dem Reformhaus.. alles teuer.. alles nix gebracht.. Obst durfte ich bis auf Apfel und Birne nichts, eigentlich auch keinerlei Milchprodukte, aber dann wäre die Auswahl zu gering gewesen, deshalb wurde mir da einiges erlaubt.. aber was mich am meisten störte, war die Essensmenge, die ich essen MUSSTE. Mein Körper würde das brauchen.. ich war da anderer Ansicht.. egal, Schwamm drüber.

        Finde ich in deinem Blog auch Rezepte? Das MCT Öl werde ich mir auf jeden Fall besorgen!

        In der Klinik werden sie mit Sicherheit mein Blut untersuchen, dass hat mein Doc ewig nicht gemacht. Das Einzige was ich bei mir mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ich seit der ersten Schwangerschaft unter einer Schilddrüsenunterfunktion leide.. wurde zwar erst 10 Jahre danach festgestellt, aber ist gesichert. Das mit dem Testosteron und Östrogen, wird das im großen Blutbild festgestellt? Hatte schon lange keins mehr. Aber wenn ich meinem Doc, oder evtl. den Ärzten da in der Reha Klinik sage, die sollen mal ein Auge auf bestimmte Werte werfen, vlt. machen die das dann..

        Und vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort! Gibt einem immer ein bisschen Mut, wenn man ernst genommen wird in seiner Qual..

        Lieben Gruß, Tanja

        Antworten
  5. Liane Paluch

    Hallo Anne, vielen Dank für Deine Veröffentlichungen.Wo finde ich Deinen Blog. Ich möchte sehr gernedie 20 Kilo wieder los werden, die ich durch Psychopharmaka zugenommen habe. Mein ganzes Essverhalten hat sich geändert. Ich habe dauernd Heißhungerattacken, esse eine ganze Tafel Schokolade um danach richtig Hunger zu haben. Also ich bin sehr unzufrieden und möchte meine Ernährung umstellen.Es sollte auch nicht so kompliziert sein. Ich habe jetzt Schlank im ‘Schlaf versucht, aber das hat mir nicht zugesagt, auch war mir das Frühstück zuviel.
    Was kann ich machen, um an mehr Informationen zu kommen, ich kann nicht sehr viel Geld ausgeben, weil ich leider Grudsicherung bekomme, aber ich möchte gerne wieder fit und leistungsfähig werden.
    Kannst Du mir da bitte Tipps geben?
    Vielen herzlichen Dank fürs Zuhören.
    Ach so, ich bin 63 Jahre jung
    Liane

    Antworten
    • Anne

      Hallo Liane,

      diese Website enthält meinen Blog. Du hast ihn also schon gefunden.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
    • Anne

      Oh jetzt hab ich die Antwort auf die Frage nicht gesehen, was Du zum Gesund und fit werden machen kannst. Ich empfehle Dir, google zu nutzen und folgende Ernährungskonzepte durchzusehen:

      Steinzeiternährung / Paleo Ernährung
      Atkins for Life
      LCHF

      Zu diesen empfehlenswerten Techniken findest Du sehr viele kostenfreie Anleitungen im Internet.

      Wenn Du ein günstiges und gutes Programm suchst und ein bisschen Geld anlegen möchtest, um intensive Anleitung zu erhalten, empfehle ich Dir das Programm von Dettie, das findest Du hier http://your-diet-angel.com/blog/abnehmen-mit-detlef . Das Programm ist unter 100 Euro und geht 10 Wochen lang. Das ist sicher mit Grundsicherung nicht ganz einfach aufzubringen, jedoch wesentlich günstiger und effektiver als dauerhaft Heißhungerattacken – und Du hast den Vorteil, dass bei Dettie auch Sportvideos mit drin sind, Du sparst also Geld fürs Fitnesscenter.

      Meine Lieblingsmethode aus dem Netz zum abnehmen ist die von Jon, also seine AZTD – die liegt so um 30 Euro und ist wirklich prima geeignet, allerdings fehlt eine so gute Anleitung mit Rezepten und Sportvideos, wie Dettie sie anbietet. Du findest Jons Programm auf dieser etwas schrägen aber seriösen Internetseite http://your-diet-angel.com/blog/johns-ebook

      Antworten
      • Liane Paluch

        Hallo liebe Anne,
        vielen lieben dank für deine nützlichen Tipps.Konnte sie leider heute erst lesen

        Ich bewundere Deine Mühe und Deine Geduld, mit welcher Du hier alles erklärst
        Du mußt die Menschen mögen!!!
        Dir weiterhin viel Erfolg bei Deinen Zielen!

        Antworten
  6. smitten

    Wow. Das ist mal ein fundierter, alles abdeckender Artikel. Ich bin seit einer Woche in der Ketose. Nachdem ich drei Tage lang unter der “Atkins-Grippe” gelitten habe, geht es mir von Tag zu Tag besser, ich bin wach und fit.
    Jetzt habe ich eine (dumme) Frage. Ich halte mich bei meiner Ernährung längst nicht an alles, was Du oben empfiehlst. So besteht mein Frühstück oft aus einem Almased-Shake, und Käse steht fast täglich auf meinem Speiseplan, wenn auch in kleinen Mengen.
    Meine Frage dazu: Solange ich mich in einer stabilen Ketose befinde (nachgewiesen durch Keto-Stix), besteht kein Änderungsbedarf…oder?
    Freu mich auf Deine Antwort!

    Antworten
    • Anne

      Hallo Petra,

      in Bezug auf Ketose ist da kein Änderungsbefarf da. Dass ich Almased auf Grund des hohen Anteils an Sojaprotein nicht empfehlen kann, steht auf einem anderen gesundheitlichen Blatt. Lies dazu http://your-diet-angel.com/blog/die-soja-affaire-die-schattenseiten-des-trendprodukts/

      Sojaprotein wird so hergestellt: “Soja Protein wird in einer Alkaloidlösung mit einem PH Wert von 10, noch mehr Druck und Hitze und einem Säurebad bearbeitet, dann gemischt mit verschiedenen Bindemitteln, weiteren Texturgebern, Fetten, Geschmacksstoffen, Süßungsmitteln je nach Produkt. Tja, und das wird dann im Falle des Shakes als “gesund” in der Apotheke verkauft oder landet als “gesunde Alternative zu Fleisch” auf dem Teller der ahnungslosen Dummen, die auch noch glauben, sich und der Welt etwas Gutes damit zu tun.

      Ein sehr interessantes Zitat zum Soja Protein Isolat /frei übersetzt/ “1970 wurde Soja Protein Isolat als sicher bewertet um als Zutat in Pappkartons eingesetzt zu werden. Wissenschaftler waren besorgt, dass Nitrosamine und Lysinolalanine (die Giftstoffe, die in der Produktion des Soja Zeugs entstehen) möglicherweise vom Pappkarton in die Lebensmittel sickern. Vierzig Jahre später ist es nun sicherer, den Pappkarton zu essen statt der Lebensmittel”.

      Als Alternative zu Almased findest Du sicher ein anderes Proteinshake. Gesundheitlich besonders empfehlenswert ist ein kalt hergestelltes Whey Protein Isolat aus reiner Milch. Ein gutes Produkte ist das von MP Native Impact Whey (HIER). Während Sojaprotein krebsfördernde Eigenschaften hat, hat Molkenprotein schützende Eigenschaften vor Krebs. Schon das allein sollte ein gutes Argument liefern, sich von der teueren und schlechten Apothekenqualität zu lösen und ein möglichst gesundes Shake Produkt zu essen, wenn Du aus Zeitgründen keine richtige Mahlzeit aus echten Lebensmitteln zubereiten möchtest. Ich verstehe das, deshalb habe ich ja auch das Whey bei mir stehen.

      Der nachweis der Ketose durch die Ketostix ist ungenau und nach etwa 3-4 Wochen in Ketose sollte er nicht mehr möglich sein. Hintergrund: der Körper passt sich vollständig an Ketonverwertung an, es wird kaum noch Acetoacetat ausgeschieden, das ist die Ketonvariante die Du mit dem Stick misst. Nach einigen Wochen verwendet der Körper fast ausschließlich beta hybroxybutyrat, eine optimierte Form von Ketonen sozusagen und die können über den Urintest nicht nachgewiesen werden sondern nur im Blutplasma. Wenn nach einigen Wochen immer noch Ketone im Urin auftauchen, muss man ganz genau hinschauen weil es sich durchaus auch um ein Zeichen handeln kann, dass der Körper sich eben nicht stabil in ketose befindet weil er entweder immer noch

      – zu viele Ketonkörper nicht verwenden kann / nicht reduziert in das effektivere beta hydroxybutyrat und sie somit ausgeschieden werden
      – zu viele Kohlenhydrate im Essen sind und deshalb die Ketonkörper mit dem Urin ausgeschieden werden. Gerade im Zusammenhang mit dem Verzehr von Almased kann das passieren, weil eine Portion Almased bereits 15g Kohlenhydrate enthält. Aus Erfahrung in unserer riesen Community weiß ich, dass die wenigsten von uns in stabiler Ketose bleiben, wenn mehr als 20g Kohlenhydrate am ganzen Tag verzehrt werden und auch wenn diese nicht gleichmäßig auf die Mahlzeiten über den Tag verteilt werden. Es würde mich dann nicht wundern, wenn Deine morgendlichen Messungen ordentliche Ketonwerte aufweisen – das liegt einfach daran, dass Du komplett aus der Ketose rausfliegst und deshalb der Urinstick lila ist.

      – Du viel MCT ÖL/Kokosöl/MCT Pulver auf dem Ernährungsplan stehen hast. Bei Energieüberschuss dieser Fette werden die nicht aktuell verbrauchten Ketonkörper sehr zeitnah über den urin ausgeschieden noch bevor sie von der Muskulatur in das “primäre” beta hydroxybutyrat verwandelt werden können. Bei einer Ausscheidung der Ketone wegen Überschuss kann sich im Blut dennoch ein guter Ketonwert befinden.

      Es kann durchaus sein, dass Du so eine große Kohlenhydrat-Last vertragen kannst, dazu würde ich nur unbedingt die Anschaffung eines Blutketon Messgeräts anschaffen. Würdest Du Dich jeden morgen gezielt da aus der Ketose hauen mit einem Shake, wird die Optimierung auf diese Stoffwechselvariante verzögert oder verhindert. Der Nachteil dabei ist, dass außerhalb der Optimierung der Verlust an schlanker Masse (Muskulatur) vergleichsweise hoch ist, das ist nach den Ärzten aus “The Art of Lowcarbohydrate Living” klar nachgewiesen, dass erst nach vollständiger und sicherer Umstellung dieser Muskelverlust fast aufgehoben ist.

      – Der Nachteil bei Muskelverlust ist vor allem das hormonelle Signal bzgl. Deines Setpoints, also des Gewichts, was Dein Körper aktuell für das hält, was er mit allen Mitteln halten oder wiederherstellen will (zum Beispiel nach dem “Ende” der Diät). Weil eine Scheinketose mit den Urinsticks möglich ist, bin ich kein Fan dieser Messmethode als alleiniges Orientierungshilfmittel – abgesehen von den ersten 1-3 Wochen etwa, wo die Ketose ohnehin weder stabil noch effektiv ist und die Urinsticks eine erste Orientierung geben können.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  7. Petra

    Hallo Anne,

    vielen lieben Dank für Deine ausführliche und kompetente Antwort. Für meine langfristige Abnahme habe ich mir nun die AZTD-Anleitung von von Jon Benson heruntergeladen. Beim ersten Überfliegen macht sie einen guten Eindruck, auch wenn der typisch amerikanische überspannte Grundton etwas nervig ist. Bei der von ihm propagierten Ernährungsform fallen die Ketostix dann sowieso weg – in eine stabile Ketose werde ich bei diesem ervery-other-day-Prinzip ja nicht kommen. Macht auch nichts, solange ich dann langsam aber stetig Fett abnehme.

    Leider steht in genauso zwei Wochen ein Event an, bei dem ich deutlich besser (schlanker) aussehen möchte als heute. Deshalb mühe ich mich ja seit zwei Wochen mit Almased ab. Inzwischen ist der von Dir empfohlene Whey-Shake auf dem Postweg zu mir. Ich plane, die verbleibenden zwei Wochen morgens, mittags und abends einen von diesen Shakes zu mir zu nehmen und sonst nichts. Ich sollte dann wohl noch ordentlich Öl dazugeben, oder? Und was denkst Du über den Faktor Übersäuerung? Bei soviel Protein wird mein PH-Wert wieder rapide sinken. Hemmt die Übersäuerung tatsächlich die Fettverbrennung? Selbst Basenpulver bringt nach zwei Wochen Almased nichts mehr…

    Liebe Grüße
    Petra

    Antworten
    • Anne

      Huhu Petra,

      die Reaktion auf Protein mit Übersäuerung ist sehr individuell, ich habe das zum Beispiel nie. Natürlich habe ich die physiologischen Schwankungen im PH Wert über den Tag (so muss das sein), aber es verändert sich nicht viel egal wieviel protein ich esse.

      Deshalb ist ein Rat schwierig. Basenpulver lehne ich eher ab, meistens sind sie auf kohlenhydrathaltiger Basis und die Tabletten sind ganz okay aber sind sie nötig? Ich weiß es nicht. Ich persönlich würde Dir an dieser Stelle eher dazu raten, diese Extremform (nur Shakes) so zu modifizieren, dass Du in jedem Shake reichlich Öl mit unterbringst (Leinöl zum Beispiel) und den Shake zum “grünen” Shake machst. Das klingt jetzt echt nicht lecker, schmeckt aber ganz normal (sieht nur hässlich aus): tu in Deinen Blender pro Mahlzeit 150g grünes Blattgemüse (Spinat, Kohl, Möhrengrün) und gieß soviel Wasser auf, dass Du einen quietschgrünen Brei herstellen kannst. Hier kann das Leinöl auch schon mit rein. Wenn das Grünzeug super fein verblendet ist, kannst Du Wasser auffüllen, Dein Shakepulver reintun, ggf. ein paar gefrorene Beeren oder etwas zitrusobst, evtl. passendes Aromat wenn das nötig ist und dann pürierst Du es noch mal durch. Was unglaublich ist: der “Grünzeug” Geschmack geht weg durch das Mischen mit Shakepulver und einer kleinen Menge Obst (oder einem Aroma!) – grüne Blätter liefern nur ganz wenig Carbs und ganz wenig Kalorien allgemein aber dafür massig basische Mineralstoffe. Und das ganz natürlich, inklusive ihrer sekundären Pflanzenstoffe, Chlorophyll, Eisen – also einer ganzen Palette an goodies für die Gesundheit. Wenn Du statt des Obstes ein gutes zuckerfreies Lebensmittelaroma nimmst, sparst Du Carbs – wenn Du statt Aroma Obst nimmst, sparst Du künstliche Zusätze. Auch Zimt, Stevia, Rohes carb armes Kakaopulver etc. kommen als natürliche Aromen in Frage, gerade guter Zimt hält sogar den Blutzuckerspiegel stabil. Absolut gute Sache.

      Wenn Du Deinen PH Wert ermittelst, solltest Du ein Tagesprofil erstellen und nicht nur morgens messen. Viele machen den Fehler, ihren Morgenurin zu interpretieren und der ist er dann auffällig, wenn er zu basisch ist (es sei denn man pinkelt nachts immerzu, das wäre allerdings auch wieder auffällig ;)) – die Nieren scheiden Säure über den Urin aus, d-h. ein gesunder Säure-Basenhaushalt ist nicht durch einen bestimmten PH Wert gekennzeichnet sondern durch deutliche Schwankungen im Tagesverlauf zum Beispiel nach Mahlzeiten.

      Es ist auch wichtig zu wissen, dass es mehr als eine Theorie zum Säure-Basen Haushalt gibt und auch überhaupt kein wissenschaftlicher Beweis vorliegt, dass Abnehmen durch eine basische Ernährung besser funktioniert oder durch Säuren schlechter. Dafür gibt es jede Menge Hersteller und Diäterfinder, die mit diesem Ansatz ihr Geld verdienen. Ist Basica ihr Geld Wert? Meiner Meinung nach nicht, investiert in reichlich grünes Blattgemüse gibts einen noch besseren Effekt für die Gesundheit ohne chice Werbung. Spinat hat nun Mal keine Kampagne, keinen Werbetat aber eine super gute Wirkung.

      Auch wenn es das letzte ist, was Du hören willst: kurzfristig “schnell” abspecken mit etwas, was Du danach so nicht mehr machst, wird sich nicht auszahlen. Konkrete Zahlen von Jonathan Bailor (Calorie Myth): 94,2% der kalorienreduzierten Diät Patienten haben nach 5 Jahren 120% ihres Ausgangsgewichts von vor der Diät. Also genau genommen: Hardcore Aktionen können fetter machen, als Du vorher warst oder zumindest den langfristigen Erfolg behindern (ist wahrscheinlicher, Du machst ja AZTD danach, da kann nicht so viel schief gehen).

      Apropos: Ketose ist in der AZTD möglich, ich habe mir das Prinzip etwas angepasst (im wesentlichen die Äpfel abgeschafft…) und mehr auf Blattgrün als auf buntes Gemüse gesetzt, beim Fett halt ich mich eher an LCHF und schon passt es auch mit keto, falls Du ketogen sein willst. (Wie schon anderswo gesagt: es ist ein angenehmer Status aber nicht notwendig zum abnehmen)

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  8. Cordula

    Hallo Anne,

    ich habe 5 Wochen lang 10WBC gemacht und bin durch Zufall, über Google, auf Deinen Blog gestoßen und bin begeistert. Heute ist nun genau Tag 7, nachdem ich anfing, mich so wie Du es empfiehlst, zu ernähren. Bin bei unter 20 gr. Kohlenhydrate am Tag und nach Überprüfung mit den Ketostix befinde ich mich jetzt auch in Ketose…yippieh.
    Ich habe in der Schwangerschaft 40 Kilo zugenommen, habe vorher 75 kilo gewogen bei ner größe von 1,75m, war also Normalgewichtig. Nach der Entbindung waren dann 10 Kilo runter uns seitdem Stillstand. Komplett. Mit 10 WBC sind dann nochmal 4 runter, aber durch den Load-Tag bin ich danach wieder mehrere Tage rückfällig geworden…weil ich so extreme Zuckergelüste hatte.
    Jetzt ist es das erste Mal das ich kein Bock auf Schoki habe und mich satt fühle.
    trinke morgens mein Kaffee mit MCT Öl und viel Butter. Mittags esse ich Fleisch und Salat etc. und abends trinke ich Tee mit Kokosöl.
    Das passt super in meinen Tagesablauf da ich nicht soviel in der Küche stehen muß(gar keine Zeit)und durch das ganze Fett überhaupt keine Gelüste mehr habe und vollkommen satt und happy bin.
    Mein Sohn ist jetzt 3 Monate alt, ich stille ihn voll….Milch hab ich genug. Die Leute labern nur rum dass ich unbedingt Kohlenhydrate für mein Kind beim stillen essen muss etc…blubb blubb….?! Ganz früher ging es doch bei den Frauen die Kinder bekamen und diese gestillt haben auch ohne den Dreck. Mein Körper baut doch jetzt selber die Kohlenhydrate! Die machen mich ganz verrückt.
    Jetzt würde ich bitte gern Deine Meinung darüber erfahren.
    Außerdem habe ich noch ein paar Fragen. Vom Kokosöl..wieviel tust Du Dir da abends in Tee rein ? Und dann wollt ich noch wissen ab wann ich z.B. Dein Rezept für die Proteinriegel machen kann da ich ja jetzt erst seit 7 Tagen “am Start” bin. Muss ich dafür 6 Wochen warten bis sich mein Körper vollständig in die Ketose eingefunden hat ?!
    Oder ist das egal…Hauptsache ich bleib bei unter 20 gr. Kohlenhydrate ?!
    Und Du schreibst…Obst sollte man die ersten 4-6 Wochen auch weg lassen…auch wenn man unter den 20 gr. Carbs täglich bleibt ?
    So viele Fragen, ich weiß…..aber ich danke Dir jetzt schon mal für Dein Feedback.

    Liebe Grüße sendet
    Cordula 🙂

    Antworten
    • Anne

      Hallo liebe Cordula,

      ich bin heut hektisch, deshalb schnell zu Deinen Fragen:

      Ich glaube nicht, dass Du beim Stillen extra Kohlenhydrate brauchst. Die wirklich notwendigen Carbs baut Dein Körper selbst, und zwar in Ketose nur in den ersten Wochen aus Deinem Körpereiweiß, weil er da noch mehr braucht. (Weil Organe und Muskeln noch sehr unbeholfen die Ketone verwenden und deshalb mehr Carbs gebaut werden müssen). Nach 4-6 Wochen disziplinierter Umsetzung werden dazu hauptsächlich die Glycerin Verbindungen der Fette heran gezogen. Für Dein Baby stellt das kein Problem dar. Dein Baby kann nämlich noch prima mit Ketonen leben, die meisten Babys sind bei ihrer Geburt sogar in Ketose und das ganz sicher nicht, weil es schädlich oder ungesund ist.

      Die Leute labern halt und die Idee, dass man ohne Kohlenhydrate sogar gesündern sein kann als mit, ist vielen fremd. Ich würde mich darauf konzentrieren, wie es Dir und Deinem Kleinen geht und ich bin mir sicher, euch gehts prima. Deshalb einfach Ohren zu halten und das Gequatsche ignorieren, 99% der Zeit des Menschen auf der Erde gab es Kohlenhydrate nur selten in den Reifeperioden von Früchten und Obst – wäre das furchtbar ungesund, die meiste Zeit des Jahres je nach Breitengrad und Vegetation “lowcarb” zu leben, wären wir ausgestorben. Auch heute leben Naturvölker teilweise ganzjähig ketogen (traditionell lebende Eskimos), ziehen so ihre Kinder groß und dort gibt es Diabetes nicht, kaum Krebs, kaum Herzkrankheiten – also alles an Zivilisationspest ist diesen Menschen unbekannt. Lass Dich nicht verunsichern, wenn es Dir gut geht ist alles in Ordnung.

      Die LCHF Proteinriegel kannst Du auch jetzt schon zubereiten. Ich muss da nur eine kleine Warnung aussprechen: heilige Scheiße machen die süchtig 😉 Ich mach mir die nur ganz selten weil ich die wegsauge wie ein Ameisenbär. Das steht aber auf einem anderen Blatt, vom Skaldemann her kann man sie sich ruhig genehmigen.

      Das Obst ist ein kritischer Punkt, weil es verhältnismäßig viele Kohlenhydrate hat. Genauso verhält es sich mit Milchprodukten. Wenn Du bei einer Gesamtzufuhr von 20g am Tag in Obst investierst, kann ich mir an 5 Fingern ausrechnen, dass zu wenig Kohlenhydrate bleiben für die wirklich wichtigen Dinge im Leben: grüne Blätter. Haufenweise. Und stärkefreies Gemüse. Grüne Blätter und stärkefreies Gemüse liefern Dir pro Portion eine wesentlich größere Dichte an basischen Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen – während Obst (oder auch Milch, falls Du die nutzt) Dir im Verhältnis zur Kohlenhydratlast nur wenig Mineralstoffe und Vitamine liefert und je nach Sorte auch wenig oder kaum Ballaststoffe.

      Es geht also weniger um die Carbs selbst sondern um die Nährstoffdichte im Verhältnis zu den Carbs und da siegt nun Mal Spinat, Kohl und Co. haushoch gegenüber von Obst oder Milchzeugs. Bei der Empfehlung geht es darum, dass Du mit wichtigen Nährstoffen versorgt wirst und das geht problemlos als Ketarier, wenn die Prioritäten richtig gesetzt sind.

      Kokosöl tue ich etwa einen gehäuften Teelöffel abends in den Tee, manchmal aber auch nur MCT mit Butter, nur Butter, nur MCT, nur Kokosöl 🙂 Je nach Laune, deshalb variieren die Mengen sehr stark. Nach dem Training haue ich auch extra viel Fett rein, wenn ich nen faulen Tag hatte, dann etwas weniger. Wenn ich den Anflug einer Erkältung spüre, dann gibts extra Kokosöl plus MCT und ne Nacht Schlaf, zack Erkältung abgewendet durch die tiefe Ketose. Ich denke da muss man sich einfuchsen. Sobald Hunger/Sättigung wieder funktioniert, wirst Du Deine Menge finden und immer variieren – wenn Du zu viel Fett drin hast, kannst Du dann nicht austrinken und wenn Du zu wenig drin hattest, willst Du noch ne Tasse mehr trinken. Verlass Dich einfach auf Deinen Körper – wenn Du keine künstlichen Zusätze und keine Milch benutzt, wirst Du Dich langfristig nicht überessen.

      Ich hoffe das hilft Dir soweit weiter und ich habe nichts übersehen. Sonst frag noch mal 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  9. Cordula

    Hello again 😉

    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort Anne.
    Ja, uns gehts prima. Dann mach ich alles weiter wie gehabt. Jetzt bin ich beruhigt und freue mich.
    Danke für die kleine Warnung mit den Riegeln…..werde Sie sicher auch gierig
    vernaschen 😀

    Liebe Grüße
    Cordula 🙂

    Antworten
  10. Petra

    Hallo Anne,

    nochmals ganz lieben Dank für Deine Antwort! Soviel nützliche Information so bereitwillig geteilt, toll.:) Bei mir fällt sie auf fruchtbaren Boden – ich habe tatsächlich davon abgesehen, mich ausschließlich auf die Whey-Shakes zu beschränken. Ich praktiziere stattdessen schon AZTD und “Mahlzeit 4” ist bei mir der von Dir vorgeschlagene Grüne Smoothie mit Whey. Ketostix und PH-Messstreifen habe ich weggeworfen, beide haben mich genervt und unter Druck gesetzt.
    Ich werde hier bald wieder berichten (und bestimmt nochmal Deine Expertise in Anspruch nehmen müssen;)).

    Bis dahin liebe Grüße,
    Petra

    Antworten
  11. Petra

    Hallo Anne, ich schon wieder…;)

    Wie angedroht habe ich schon wieder eine Frage. Du schreibst oben, ich solle in meinen “grünen Whey-Shakes” reichlich Öl unterbringen. Kannst Du mir da eine ungefähre Mengenangabe nennen? Ausgangslage sind drei Shakes (150 g Grün + fünf gehäufte Esslöffel Whey + ?? ml Öl) am Tag. Sonst nichts.
    Ich habe mir inzwischen MCT-Öl zugelegt. Nun empfiehlst Du in Deinem Artikel, auf 80% Fett zu kommen. Um das zu erreichen, müsste ich in meinem Fall ja fast schon ein paar Löffel Whey in die Öl-Flasche geben und diese Suppe dann trinken… (wäh;))

    Liebe Grüße
    Petra

    Antworten
  12. Petra

    Uups, jetzt habe ich Dir in meiner letzten Frage die falsche Ausgangslage angegeben. Ich bin seit drei, vier Tagen dabei von der 3xtäglichEiweissshake-Methode (die ich ja schon einige Wochen praktiziert habe) langsam auf AZTD umzusteigen – mit dem Vorhaben, dabei zu bleiben.

    Wenn ich jetzt also als Mahlzeit 4 den grünen Whey-Shake mache, wieviel MCT-Öl sollte ich optimalerweise dazu geben, bzw. wieviel Fett am Tag wäre insgesamt ratsam?

    Du merkst, ich bin noch sehr sprunghaft im Moment. Ich recherchiere viel, und versuche die für mich beste Methode zu finden, endlich dauerhaft 25 kg abzunehmen. Inzwischen habe ich mir auch viele Deiner YT-Videos angesehen. Dabei ist mir aufgegangen, dass es beim Abnehmen ja durchaus eine Leidtragende geben könnte – die Haut. 25 kg sind zwar noch im Rahmen, aber ein zu schneller Gewichtsverlust könnte meiner ohnehin Jojo-geschädigten Haut arg zusetzen.
    Unter dem Gesichtspunkt ist die AZTD vllt sogar zu effektiv…?

    Hm. Ich muss mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen (rasche Abnahme vs. schlaffe Haut).

    Liebe Grüße
    Petra

    Antworten
    • Anne

      Hallo liebe Petra,

      wenn Du etwa 500g in der Woche abnimmst, ist das noch keine Bedrohung für die Haut. Aber nicht nur die Geschwindigkeit der Abnahme ist entscheidend, auch die Gesamtmenge die runter muss, Deine Bindegewebsqualität und genetische Veranlagung spielen da mit rein. Wenn Du auf Crash Diäten verzichtest dann wirst Du nur so “schlaff” werden, wie es für Deinen Körper sozusagen nach den gesamten Faktoren realistisch ist. Innerhalb eines Jahres nach der Abnahme strafft sich alles auch wieder ein bisschen nach.

      Eine Angabe, wie viel Öl Du nehmen solltest, kann ich Dir nicht machen. Ich ernähre mich meistens mit 80-90% der Tageskalorien aus Fett – was bedeutet, dass ich eine Portion mit je nach Mahlzeit 30-80g Fett kombiniere. Das hängt immer davon ab, was ich an dem Tag in meiner Mahlzeit geplant habe – also wieviel Fett/Protein/Carbs da drin sind. Und ob ich überhaupt noch was “esse” hängt davon ob, ich ich überhaupt Appetit habe. 4 Mahlzeiten am Tag wären bei mir wesentlich zu viel, so oft habe ich gar keinen Appetit, ich lebe meistens auf 1 – selten mal 2 – Portionen “Butterkaffee/Tee/Grüner Smoothie” und einer Mahlzeit am Tag. Ich lasse mich sehr stark vom Appetit leiten, auf den unter dieser Ernährungsvariante verlass ist. Im Zweifelsfall rechne für Dein Shake den Skalemann Faktor aus. Der sollte über 1,2 liegen – je höher die Zahl, desto stärker wird der Körper zum Fett verbrennen angeregt. Den Skaldemann rechnest Du Fett geteilt durch (Proteinmenge+Kohlenhydratmenge).

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten
  13. Petra

    Danke Dir!:)
    Liebe Grüße,
    Petra

    Antworten
  14. Fantasma

    Hi Anne,

    mal ne Frage: ich mach jetzt seit 5 Tagen low carb und es geht mir überhaupt nicht besser. Ich fühle mich so richtig chice (Atkins Gripp), kann eigentlich den ganzen Tag nur auf der Couch herumhängen. Aber das Schlimmste ist: ich habe zwischendurch massive Übelkeitsattacken, die mich jetzt schon mehrere male am Rande der Aufgabe hatten. ISt das normal? Hast du von derartigen hardcore Fällen wie mir schon gehört? Wie lange muss ich mit diesem Zustand noch rechnen. An Arbeit ist aktuell nicht zu denken. Am Mittwoch geht es aber wieder los und da muss ich leistungsfähig sein.
    Danke und liebe Grüße!

    Antworten
  15. arno

    Hola anne!
    ich kann nur danke für diesen ausführlichen beitrag sagen.du hast mir den stups in die richtige richtung gegeben.na dann nehm ich jetzt mal ab.

    Antworten
  16. Sarah

    Huhu Anne 🙂

    Du bist meine letzte Hoffnung… Ich weiß nämlich so langsam nicht mehr weiter. Ich hab mich jetzt schon einige Zeit mit LCHF und Ketose und dem ganzen drum und dran beschäftigt. Bin auch sehr begeistert und hab vor 3 Tagen angefangen. Bin auch komischer weiße seit dem Zweiten Tag in ketose (laut ketostix von b…)

    Kurze Info um zu meiner Frage zu kommen.
    Ich bin weiblich
    30 Jahre alt
    173cm groß
    116,5 KG schwer

    so nun zu meinem Problem.
    Mein Trainer (Fitnessstudio rät mir zu max 80g Fett und max 30g Kh und max 1140Kcal)

    so nun hab ich mal so zwei tage gegessen und gerechnet
    Morgens
    2 Tassen Kaffee mit 3,5% Milch insg 100g
    3 Scheiben Bacon und zwei eier in einem TL kokosöl gebraten.
    Zum Mittag ca 250g Hackfleisch (Frikadellen inkl senf und 1 Ei) gebraten in 1TL kokosöl dazu ein Gurkensalat mit 1 1/2 EL Mayo (0.01g KH ohne Zucker ist die)
    Und 30g pecannüsse.

    Ich hatte alles bis auf s Gramm ausgerechnet und liege damit schon locker bei weit über 90g Fett kcal hab ich gerade mal 950 gehabt.
    Da war das Abendessen noch gar nicht bei.

    Bei meinem heutigen mahlzeiten kam ich zb auf gute 85g Eiweiß. Die hatte ich gestern vergessen zu berechne.

    Ich weiß nicht so recht wie ich das fett verteilen soll um nicht so hoch zu kommen…
    hab ich vl einen denk Fehler???

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Liebe grüße

    Antworten
  17. Sarah.Keto-Fan

    Huhu Anne 🙂

    Du bist meine letzte Hoffnung… Ich weiß nämlich so langsam nicht mehr weiter. Ich hab mich jetzt schon einige Zeit mit LCHF und Ketose und dem ganzen drum und dran beschäftigt. Bin auch sehr begeistert und hab vor 3 Tagen angefangen. Bin auch komischer weiße seit dem Zweiten Tag in ketose (laut ketostix von b…)

    Kurze Info um zu meiner Frage zu kommen.
    Ich bin weiblich
    30 Jahre alt
    173cm groß
    116,5 KG schwer

    so nun zu meinem Problem.
    Mein Trainer (Fitnessstudio rät mir zu max 80g Fett und max 30g Kh und max 1140Kcal)

    so nun hab ich mal so zwei tage gegessen und gerechnet
    Morgens
    2 Tassen Kaffee mit 3,5% Milch insg 100g
    3 Scheiben Bacon und zwei eier in einem TL kokosöl gebraten.
    Zum Mittag ca 250g Hackfleisch (Frikadellen inkl senf und 1 Ei) gebraten in 1TL kokosöl dazu ein Gurkensalat mit 1 1/2 EL Mayo (0.01g KH ohne Zucker ist die)
    Und 30g pecannüsse.

    Ich hatte alles bis auf s Gramm ausgerechnet und liege damit schon locker bei weit über 90g Fett kcal hab ich gerade mal 950 gehabt.
    Da war das Abendessen noch gar nicht bei.

    Bei meinem heutigen mahlzeiten kam ich zb auf gute 85g Eiweiß. Die hatte ich gestern vergessen zu berechne.

    hab ich vl einen denk Fehler???

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Liebe grüße

    Antworten
  18. NONI Alcaponi

    Hallo liebe Anne, was machst du, bzw wie viel, in den butterkaffee /Tee? L. G Noni

    Antworten
  19. Lara

    Vielen Dank für den informativen Artikel. Zum Abnehmen gehört immer sehr viel Disziplin. Man benötigt einen soliden Plan an den man sich hält. Ab und an darf es aber meiner Meinung mal Belohnungen geben.

    Antworten

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Ich bin Anne Engel aka Bella Lamour. Ich blogge und youtube über das Abnehmen, Beauty und Bücher. 2007 habe ich mehr als 260 Kilo gewogen und habe mich seit damals mehr als halbiert! Im Netz teile ich meine Erfahrungen und versuche, anderen Abnehmverrückten bei ihrem Weg zu helfen. Unter dem Pseudonym Bella Lamour veröffentliche ich spannende und erotische Romane, die sich häufig unter den Amazon Bestsellern tummeln.

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